3sat-Doku über verantwortungsvolles Investieren

Mo, 17.02.2020, 15:45 Uhr
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Klimawandel, Nahrungsmittelknappheit, Massenmigration und Populismus. Weltweit stehen Gesellschaften vor beispiellosen Problemen. Bisher wurde die Finanzindustrie als Teil des Problems angesehen. Aber kann sie nicht auch Teil der Lösung sein? Dieser Frage geht die "makro"-Dokumentation "Geld oder Moral" von Assle Skredderberget und Fredrik Horn Akselsen am Freitag, 21. Februar 2020, um 21.00 Uhr, in 3sat auf den Grund.

Die Finanzwelt steht an einem Scheideweg: Kurzfristige Trader stehen langfristigen Investoren gegenüber. Gier versus Verantwortung. Künstliche Intelligenz versus menschlichen Verstand. Seit Jahrzehnten wird die Finanzindustrie von "Wölfen" dominiert, die kurzfristige persönliche Vorteile suchen. Sie streben schnelle Gewinne an. Mit ihrem Verhalten haben sie das Finanzsystem empfindlich gestört und damit Millionen von Menschen geschadet.

Dass man auch verantwortungsvoll investieren und damit langfristig zum Wohl der Gesellschaft beitragen kann, beweist Norwegen. Als weltweit größter staatlicher Fonds befindet sich der Norwegische Pensionsfonds im Besitz der Norweger und wird von Politikerinnen und Politikern verwaltet. Der Fonds soll unter anderem die Rentenzahlungen für künftige Generationen sichern. Sein Kapital wird nach ethischen Richtlinien verwaltet. Einst stammte es aus dem Ölreichtum Norwegens. Doch mittlerweile investiert der Fonds zunehmend in erneuerbare Energien. Er besitzt 1,5 Prozent der weltweiten Aktien und ist an 9.000 Unternehmen beteiligt. Der Fonds ist nicht auf kurzfristige Erfolgsmeldungen für die Aktionäre verpflichtet, sondern er ist politisch verpflichtet: Er muss Jahrzehnte in die Zukunft schauen.

 

"makro: Geld oder Moral" ist eine gekürzte Fassung des Dokumentarfilms "Vikings Vs. Wolves – The Battle of Finance" von Assle Skredderberget und Fredrik Horn Akselsen.