3sat-Doku: "Vergiftete Flüsse. Die schmutzigen Geheimnisse der Textilindustrie"

Fr, 22.03.2019, 11:00 Uhr
Hazaribagh ist das Zentrum der Lederindustrie in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka. Die hochgiftigen Abwässer werden ungefiltert in den Fluss geleitet © ZDF/Time-lapse & Stills Photography/David McIlvride

Bald die gesamte, hierzulande getragene Kleidung stammt aus Asien, besonders aus China, Bangladesch und Indien: aus Billiglohnländern, in denen Arbeits- und Umweltschutz meist nur auf dem Papier stehen. Die 3sat-Dokumentation "Vergiftete Flüsse" am Mittwoch, 27. März 2019, um 20.15 Uhr in Erstausstrahlung, zeigt das Ausmaß der Umweltverschmutzung, die durch die Textilindustrie entsteht. Filmemacher David McIlvride begleitet unter anderem Umweltaktivist Mark Angelo, der drei Jahre lang die Welt bereiste und die verheerenden Auswirkungen der Modeproduktion auf Flüsse festhielt.

 

Ungefiltert und ungereinigt in Gewässer geleitete giftige Gerbschlämme und Färbereirückstände verseuchen in den asiatischen Produktionsländern das Wasser. Millionen Menschen steht deshalb kein sauberes Wasser mehr zur Verfügung. Hautausschläge, Durchfallerkrankungen, der Verlust des Geruchssinns und Krebserkrankungen belasten die Menschen. Die größten Kunden der Fabriken sind amerikanische und europäische Modegiganten: Für die Hersteller von Billigtextilien und exklusiver Kleidung, aber auch für den Verbraucher zählt nur der Preis. Saubere Produktionstechnik gibt es – sie müsste nur eingefordert und bezahlt werden.

ZDF
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3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 22. März 2019