3sat-Doku "Wahnsinnswerke: Drei Schwestern": Wie aktuell ist Tschechows Tragödie?

Di, 02.04.2019, 12:28 Uhr
Autorin Olga Grjasnowa wurde in der ehemaligen UdSSR geboren und gilt spätestens seit ihrem Debütroman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ als Expertin für die russische Seele © ZDF/Catharina Kleber

Anton Tschechows Theaterklassiker "Drei Schwestern" ist auch heute noch hochaktuell. Die Dokumentation "Wahnsinnswerke: Drei Schwestern" von Catharina Kleber ergründet das Drama, stellt Bezüge zur Gegenwart her und vergleicht die prägendsten Inszenierungen. Zu Wort kommen unter anderen die Theaterregisseurin Anna Bergmann, Lisa Lucassen von der Performance-Gruppe She She Pop, Autorin Olga Grjasnowa und Schauspieler Peter Simonischek, die über die zentralen Themen Sehnsucht und Abschiednehmen sprechen. 3sat zeigt die Dokumentation am Samstag, 6. April 2019, um 20.15 Uhr in Erstausstrahlung.

Die "Drei Schwestern" Irina, Mascha und Olga leben mit ihrem Bruder Andrej in der russischen Provinz. Die Schwestern, vor allem Irina, sehnen sich zurück in die geliebte Hauptstadt Moskau. Der flehentliche Ruf nach dem Sehnsuchtsort verhallt jedoch im Nichts. Mascha steckt in einer unglücklichen Ehe fest und beginnt eine Affäre mit einem verheirateten Offizier. Olga ist Schuldirektorin und wünscht sich nichts mehr als das Leben als Hausfrau. Und alle drei Schwestern sind unglücklich verliebt. Doch die Katastrophe bricht erst über die Familie herein, als Bruder Andrej das gemeinsame Erbe verspielt und seine Frau Natascha mehr und mehr das Regiment im Haus übernimmt.

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, zeigt 3sat "Drei Schwestern" in der Inszenierung von Simon Stone am Theater Basel aus dem Jahr 2017. Es wurde als eines von drei "Starken Stücken" im Rahmen des 54. Theatertreffens Berlin von 3sat aufgezeichnet.

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3sat Presseteam

Jessica Zobel
zobel.jwhatever@3sat.de
Mainz, 02. April 2019