3sat-Filmreihe "Arthouse Kino" mit außergewöhnlichen internationalen Produktionen

Mo, 15.02.2021, 10:28 Uhr
"Land des Honigs": Hatidze Muratova bei der Honigernte © ZDF/Trice Films

Von der Komik der Coen-Brüder in "Hail, Caesar!" und der Chronik einer unmöglichen Liebe in dem Schweizer Film "Cronofobia" über den albtraumhaften Thriller "Der Samurai" bis hin zum preisgekrönten mazedonischen Dokumentarfilm "Land des Honigs" und dem US-Horrorthriller "Hereditary – Das Vermächtnis" präsentiert 3sat in seiner Filmreihe "Arthouse Kino" von Samstag, 20., bis Sonntag, 28. Februar 2021, elf außergewöhnliche Produktionen, darunter Erstausstrahlungen und Free-TV-Premieren.

Zum Auftakt beschwören am Samstag, 20. Februar 2021, um 20.15 Uhr, Joel und Ethan Coen mit "Hail, Caesar!" (Großbritannien/Japan/USA 2016) den Geist des klassischen Hollywoodkinos im Jahr 1951. Das Filmstudio Capitol Pictures sieht sich zunehmend durch das Fernsehen bedroht. Eine Reaktion ist das neue Prestige-Projekt "Hail, Caesar!". Doch dann verschwindet der Star des Films (George Clooney) spurlos. Im Anschluss, um 21.50 Uhr, folgt Francesco Rizzis Regiedebüt "Cronofobia" (Schweiz 2018; deutsche Erstausstrahlung), in dem ein rastloser Mann auf der Flucht vor sich selbst auf eine junge Witwe trifft, die sich ihrer Trauer nicht stellen will. Um 23.20 Uhr streift in "Der Samurai" (Deutschland 2014; Free-TV-Premiere) ein Wolf durch die Wälder an der deutsch-polnischen Grenze. Der junge Polizist Jakob (Michel Diercks) ist ihm auf der Spur und stößt auf einen Mann (Pit Bukowski) im Kleid und mit japanischem Schwert. Was als in der Realität verwurzelte Erzählung beginnt, nimmt im Verlauf immer fantastischere Züge an – der albtraumhafte Thriller einer persönlichen Befreiung.

In dem Politthriller "Suburra" (Frankreich/Italien 2015) am Sonntag, 21. Februar 2021, 23.15 Uhr, von Regisseur Stefano Sollima soll Roms Hafenmeile ein neues Las Vegas werden. Hinter dem Projekt steht eine mächtige Allianz aus korrupten Staatsvertretern, überzeugten Neofaschisten und Würdenträgern des Vatikans. Und alle Paten der Region sind sich zunächst einig. Doch der Frieden hält nicht lange.

Am Montag, 22. Februar 2021, 22.30 Uhr, zeigt 3sat in Erstausstrahlung den Dokumentarfilm "Land des Honigs" (Mazedonien 2019). Tamara Kotevska und Ljubomir Stefanov verbrachten drei Jahre in Nordmazedonien, um diesen spektakulären Film zwischen Spiel- und Dokumentarfilm über das Leben von Hatidze zu drehen. Als letzte Wildimkerin lebt sie dort im Einklang mit ihren Bienen und der Natur. Doch dann tauchen Fremde auf. Der Film gewann 2019 drei Preise auf dem Sundance Film Festival und erhielt 2020 zwei Oscar-Nominierungen in den Sparten "Bester Dokumentarfilm" und "Bester internationaler Spielfilm".

Am Dienstag, 23. Februar 2021, 23.00 Uhr, folgt ein bewegender Spielfilm zum Thema Organspende, "Die Lebenden reparieren" (Frankreich/Belgien 2016) von Regisseurin Katell Quillévéré. Der plötzliche Unfall eines jungen Menschen ändert alles: Simons Eltern müssen Entscheidungen treffen, deren Konsequenzen sie an ihre Grenzen führen. Gleichzeitig erfährt die zweifache Mutter Claire, dass ihr schwaches Herz zu versagen droht, wenn nicht umgehend etwas unternommen wird. Und den Ärzten läuft die Zeit davon.

Der Beziehungsthriller "Nach dem Urteil" (Frankreich 2017) von Xavier Legrand besticht am Mittwoch, 24. Februar 2021, um 23.15 Uhr, mit bedrohlicher Intensität: Der unbeherrschte Antoine (Denis Ménochet) erwirkt nach der Scheidung das Recht, alle 14 Tage das Wochenende mit seinem Sohn (Thomas Gioria) zu verbringen. Die Nerven aller sind dabei zum Zerreißen gespannt.

Am Donnerstag, 25. Februar 2021, 23.00 Uhr, zeigt 3sat den Horrorthriller "Hereditary – Das Vermächtnis" (USA 2018) von Regisseur und Drehbuchautor Ari Aster als Free-TV-Premiere. Vor der Kamera sind Toni Collette, Gabriel Byrne, Milly Shapiro und Alex Wolff zu sehen. Als Annies Mutter stirbt, muss sich die Familie mit mysteriösen und grauenhaften Ereignissen auseinandersetzen. Nach und nach kommen furchterregende Geheimnisse ihrer Ahnen ans Licht.

Am Freitag, 26. Februar 2021, 22.25 Uhr, folgt Tom Fords "Nocturnal Animals" (USA 2016). Eine einsame Nacht mit dem Roman-Manuskript ihres Ex-Mannes wirft die erfolgreiche Galeristin Susan (Amy Adams) aus der Bahn. In der Neo-Noir-Geschichte geht es um Verlust und Rache, Einsamkeit und Selbstbetrug.

Am Samstag, 27. Februar 2021, 23.00 Uhr, zeigt 3sat den Neowestern "Den Menschen so fern" (Frankreich 2014) von David Oelhoffen. Algerien,1954: Der Lehrer und Algerienfranzose Dabu, gespielt von Viggo Mortensen, muss sich im Krieg entscheiden, auf welcher Seite er für welche Freiheit kämpfen will.

Und zum Abschluss der Reihe folgt am Sonntag, 28. Februar, 23.15 Uhr, "Der Hauptmann" (Deutschland/Frankreich/Polen 2017) von Robert Schwentke. Nach historischen Vorkommnissen zeichnet das stark stilisierte und in kontrastreichem Schwarz-Weiß gefilmte Drama die mysteriöse Selbstermächtigung eines jungen Gefreiten am Ende des Zweiten Weltkriegs als mörderische Köpenickiade.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 15. Februar 2021