3sat-Magazin "Kulturzeit extra: Streit ums Gendern"

Mo, 08.02.2021, 10:28 Uhr
"Kulturzeit"-Moderatorin Cécile Schortmann © ZDF/Jana Kay

Die Diskussion um gendergerechte Sprache entflammt die Gemüter. Das 3sat-Magazin "Kulturzeit" fragt in einer "extra"-Ausgabe: Welche Argumente sprechen dafür, welche dagegen? Gehört gendergerechte Sprache zu einer notwendigen Sprachentwicklung oder ist sie identitätspolitischer Aktivismus? Darüber diskutiert Moderatorin Cécile Schortmann am Donnerstag, 11. Februar 2021, um 19.20 Uhr in "Kulturzeit extra: Streit ums Gendern" live mit ihren Gästen: der Autorin Julia Korbik, der Sprachwissenschaftlerin Ewa Trutkowski sowie der Historikerin und Medizinethikerin Livia Prüll.

Gendergerechte Sprache regt die Diskussion an, Einigkeit darüber gibt es kaum. Während diejenigen, die das Gendern befürworten, sagen, das generische Maskulinum sei ein sprachliches Unsichtbarmachen von Frauen und von nicht-binären Menschen, lautet der Vorwurf der Gegnerinnen und Gegner, dass Gendern die deutsche Sprache zerstöre und seine Einführung nur von überempfindlichen Minderheiten und Eliten gefordert werde. Das sind nur einige Aspekte der aktuell geführten Debatten. Gibt es eine Lösung in dieser Kontroverse?

"Kulturzeit" lässt beide Seiten zu Wort kommen: die feministische Sprachwissenschaftlerin Luise Pusch, die seit Jahrzehnten für eine geschlechtergerechte Sprache kämpft, und die Autorin Nele Pollatschek, die sich strikt für die Verwendung des generischen Maskulinums ausspricht und der Meinung ist, Gendern mache die Diskriminierung nur noch schlimmer. Außerdem gibt die Sendung Einblicke in die Berliner Queerszene und spricht mit der Genderforscherin Patsy l'Amour laLove und mit Jan Noll, dem Chefredakteur des queeren Stadtmagazins "Siegessäule".

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Jessica Zobel
zobel.jwhatever@3sat.de
Mainz, 08. Februar 2021