3sat-Wirtschaftsmagazin "makro" über "Bedrohte Landwirtschaft"

Fr, 30.08.2019, 12:30 Uhr
© dpa/Frank May

Die Zahl der deutschen Bauern sinkt dramatisch. Hunderttausende haben ihren Hof schon aufgegeben – und es werden immer mehr. 1970 gab es in Deutschland über eine Million Betriebe. Heute ist die Anzahl auf ein Viertel geschrumpft. Im Gegenzug steigt die Zahl der großen Agrarkonzerne. Denn je weniger Höfe es gibt, desto größer werden jene, die übrig bleiben. Wie bewahrt man das bedrohte Bauerntum? Und müssen wir uns um die Qualität unserer Lebensmittel und der Tierhaltung sorgen? Das fragt "makro: Bedrohte Landwirtschaft" am Freitag, 6. September 2019, um 21.00 Uhr. Die Livesendung wird moderiert von Günther Neufeldt.

 

Besonders die europäische Subventionspolitik macht vielen Landwirten das Leben schwer. Ein Großteil der Subventionen wird auf die Flächen verteilt. So bekommen kleine Betriebe wenig und große viel Unterstützung. Darüber hinaus setzen die Preise auf den Weltmärkten die Bauern unter Druck. Überlebenschancen haben nur diejenigen, die Kosten verringern oder Flächen zukaufen können.

 

Aber die Bodenpreise haben sich in den letzten zwölf Jahren mehr als verdoppelt. Investoren können mehr Geld als die Landwirte investieren. Die Zunahme von Großbetrieben hat erhebliche Auswirkungen auf die Bewirtschaftung der Flächen. Es entstehen immer mehr Flächen mit Monokulturen. Ist durch Großbetriebe das "agrarkulturelle Gedächtnis" in Gefahr?