3sat zeigt das Psychodrama "Zana" und weitere Filme anlässlich des Filmfestivals "goEast"

Fr, 16.04.2021, 12:45 Uhr
Mit der Schwangerschaft kommen bei Zana (Adriana Matoshi) auch schlimme Erinnerungen an die Greuel des Krieges wieder hoch © ZDF/Sevdije Kastrati

Im Rahmen seiner Medienpartnerschaft mit dem Festival des mittel- und osteuropäischen Films "goEast", das vom 20. bis 26. April 2021 stattfindet, zeigt 3sat am Samstag, 24. April 2021, 23.30 Uhr, das Psychodrama "Zana" (Kosovo/Albanien 2019) von Antoneta Kastrati in Erstausstrahlung. Der Film ist im Anschluss an die Ausstrahlung bis 23. Mai 2021, 23.59 Uhr, in der 3sat-Mediathek abrufbar.

Lume (Adriana Matoshi) und ihr Ehemann Ilir (Astrit Kabashi) leben mit dessen Mutter in einem Dorf in Kosovo. Das Paar war einmal glücklich, doch seit dem Krieg und dem Tod ihrer Tochter ist davon wenig übriggeblieben. Lumes Schwiegermutter drängt darauf, die Leere in der Familie mit einem neuen Baby zu füllen. Hexen und Wunderheiler sollen dabei helfen. Doch Lume wird von den traumatischen Kriegserlebnissen eingeholt. Albträume und Ohnmachten setzen ihr ebenso zu wie die Ignoranz der Familie, die von Lumes Traumatisierung nichts wissen will. Als Lume doch schwanger wird, entfernt sie sich immer weiter vom realen Leben und von ihrem einst so geliebten Mann Ilir. "Zana" zeigt Krieg und Verlust anhand der Geschichte einer jungen Frau, deren psychische Versehrtheit im Gegensatz zu den familiären und gesellschaftlichen Erwartungen steht. Der intensive, bildstarke Spielfilm ist das Langfilmdebüt der in Los Angeles lebenden kosovarischen Regisseurin Antoneta Kastrati und gewann im vergangenen Jahr den "goEast Publikumspreis".

Am Sonntag, 25. April 2021, 2.50 Uhr, geht es mit dem Spielfilm "Momente" (Tschechische Republik/Slowakei 2018) von Beata Parkanová weiter. Die junge Anežka ist hilfsbereit, pflichtbewusst und stets bemüht, die Erwartungen zu erfüllen, die andere an sie stellen. Doch die Frage ist: Was will sie eigentlich selbst? Jenovéfa Boková spielt die junge Anežka, die über lange Strecken schweigend die Tiraden ihrer Familie und ihres Geliebten erträgt. Für ihre Darstellung wurde Boková mit dem Preis der tschechischen Filmkritik als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Am Montag, 26. April 2021, 1.40 Uhr, folgt "Aurora Borealis – Nordlicht" (Spielfilm, Ungarn 2017). Das Familiendrama von Márta Mészáros lief 2018 im Wettbewerb von "goEast". Im Anschluss um 3.25 Uhr beschließt 3sat sein Programm zu "goEast" mit der serbischen Tragikomödie "Requiem für Frau J." (Serbien/Bulgarien/Mazedonien/Russland/Frankreich, 2017). Bojan Vuletićs Film voller Empathie und schwarzem Humor gewann bei "goEast" 2017 den Hauptpreis für den besten Film.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 16. April 2021