3sat zeigt Dokumentarfilm "Themar – Die Kleinstadt und der Rechtsrock"

Do, 23.05.2019, 15:00 Uhr
Altstadtkern der Kleinstadt Themar, in der seit 2017 regelmäßig große Rechtsrockkonzerte stattfinden. Im Vordergrund der Fluss © ZDF/Evangelos Anthimos

Seit im thüringischen Themar 2017 ein Rechtsrockkonzert mit über 6000 Neonazis stattfand, gehen Risse durch die Kleinstadt: zwischen Rechtsextremen, ihren Gegnern und denen, die wegsehen. 3sat zeigt den Dokumentarfilm "Themar – Die Kleinstadt und der Rechtsrock" von Adrian Oeser am Mittwoch, 29. Mai 2019, um 21.00 Uhr in seinem Programm.

 

Filmautor Adrian Oeser lebte drei Wochen in Themar und hat die Stimmung vor Ort eingefangen. Wie konnte eine beschauliche Kleinstadt zu einer Hochburg der rechten Musikszene werden? Wie hat sich das Leben ihrer Einwohner seitdem verändert? Auf der einen Seite gibt es einen bunten Protest, trotz der Gefahr, die von den rechten Strukturen ausgeht. Doch es gibt auch viele Menschen im Ort, die kein Problem mit den Rechten haben – sondern mit den Gegenprotesten. Themar ist eine gespaltene Stadt geworden.

 

Oesers Film ermöglicht Einblicke in eine rechte Parallelwelt, die sich vor Ort etabliert hat. So lässt sich wie durch ein Brennglas beobachten, wie sich antidemokratisches Gedankengut in der Gesellschaft Themars manifestiert. Aber gegen die Organisatoren der Konzerte und deren Besucher regt sich auch aktiver und kreativer Protest innerhalb der Bevölkerung. An vorderster Front durch Thomas Jakob, den Sprecher des Bündnisses "Themar gegen Rechts", der sich für seine medienwirksamen Auftritte gern in ein aufsehenerregendes Superman-Kostüm zwängt.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 23. Mai 2019