3sat zeigt ein Porträt der Schriftstellerin Marjana Gaponenko

Mo, 24.06.2019, 17:28 Uhr
Marjana Gaponenko © ZDF/ORF/Günter Kaindlstorfer

Mit 16 Jahren entscheidet sich die poesiebegeisterte Ukrainerin Marjana Gaponenko, deutschsprachige Dichterin zu werden – und verwirklicht ihren Traum. Heute zählt die 37-Jährige zu den bekanntesten Schriftstellerinnen deutscher Sprache. Die Dokumentation "Die Zauberin von Oz – Ein Porträt der Schriftstellerin Marjana Gaponenko" von Günter Kaindlstorfer stellt am Sonntag, 30. Juni 2019, 10.15 Uhr in Erstausstrahlung, die Autorin vor. Sie zeichnet die Lebensstationen Gaponenkos nach und begleitet sie auf einer Lesereise durch Österreichs Bibliotheken.

Im Gymnasium nimmt Marjana Gaponenko Privatstunden, um die Sprache Goethes und Hölderlins zu lernen, mit 18 veröffentlicht sie ihren ersten Gedichtband "Wie tränenlose Ritter", mit 20 zieht sie nach Deutschland und mit 29 bringt sie ihren Debütroman "Annuschka Blume" heraus. Bis heute hat sie vier Romane und mehrere Lyrikbände in deutscher Sprache publiziert. Ihre tragikomischen Geschichten sind bevölkert von skurrilen und oft auch etwas verlorenen Figuren, die mit Liebe, Verlust, Begehren und Vergänglichkeit zu kämpfen haben.

Marjana Gaponenko sieht sich in der Tradition der russischen und der deutschen Romantik: Nikolai Gogol, Alexander Puschkin und E. T. A. Hoffmann sind ihre literarischen Vorbilder. "Ich bin der Romantik mit Leib und Seele verschrieben", sagt die Autorin von sich, "allerdings will ich die romantischen Traditionen in die Gegenwart überführen." Auch das Lebensbuch Marjana Gaponenkos hat deutlich romantische Aspekte: "Als Kind habe ich die sowjetische Ausgabe des 'Zauberers von Oz' immer und immer wieder gelesen", erinnert sich die Schriftstellerin. "Ich habe mich mit niemandem so sehr identifiziert wie mit dem kleinen Mädchen, das zusammen mit seinem Hündchen Totoschka fantastische Abenteuer im Zauberland erleben darf. Ich wollte sein wie dieses Mädchen."

 

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Marion Leibrecht
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Mainz, 24. Juni 2019