3sat zeigt "Einfach Mensch!"-Doku "Anderen Mut machen"

Fr, 25.03.2022, 14:00 Uhr
ie 26-Jährige Jennifer Wrona lebt mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung © Jörg Sarbach

Jennifer Wrona ist an Borderline erkrankt, einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung. In Vorträgen und Büchern klärt sie auf. Chris Calm ist querschnittsgelähmt und gibt auf seinem eigenen Kanal im Internet Tipps im Umgang mit dem Rollstuhl im Alltag. Die Dokumentation von Corinna Wirth und Anja Wieland "Einfach Mensch – Anderen Mut machen" am Freitag, 1. April 2022, um 11.45 Uhr, zeigt zwei Menschen, die sich in einer Ausnahmesituation wiedergefunden haben, sich Vorbilder gewünscht hätten und jetzt selbst welche sind. Die Sendung ist barrierefrei mit Untertitelung und in einer Fassung mit Deutscher Gebärdensprache in der 3sat-Mediathek abrufbar. 

"Ich hätte mir damals so einen Kanal gewünscht. Ich versuche, frisch Verletzten oder Langzeitverletzten, die sich vielleicht ein bisschen aufgegeben haben, Mut zu machen", erzählt Chris Calm, der frühere Personal Trainer. Vor seinem Autounfall war der 38-Jährige erfolgreich in der Sportart Parkour, sprang über Bänke, Geländer und Mauern.   

Jennifer Wrona war sich sicher, dass mit dem Abitur ihr Leben enden würde. Als Teenagerin fühlte sie sich traurig, leer und müde, entwickelte eine Essstörung und verletzte sich selbst. Das Wechselbad stark schwankender Emotionen ist für sie der Kern der psychischen Erkrankung. Jennifer Wrona erzählt eindrücklich und offen, wie sich ein Leben mit einer Borderline-Erkrankung anfühlt und wie sie aus den schlimmsten Phasen der Erkrankung den Weg zurückgefunden hat. "Ich gehe an die Öffentlichkeit, weil ich mir selbst gewünscht habe, dass es jemanden gegeben hätte, mit dem ich mich hätte identifizieren können."   

Hauptabteilung Kommunikation

Magda Huthmann
huthmann.mwhatever@zdf.de
Mainz, 25. März 2022