3sat zeigt "La Strada" und einen Dokumentarfilm zum 100. Geburtstag Fellinis

Fr, 10.01.2020, 15:20 Uhr
Gelsomina (Giulietta Masina) wurde vom Schausteller Zampano "gekauft". Seitdem zieht sie mit ihm durch die Lande © ZDF/Ponti/De Laurentiis

Der italienische Regisseur Federico Fellini wäre am 20. Januar 2020 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt 3sat am Samstag, 18. Januar 2020, um 20.15 Uhr Fellinis preisgekröntes Melodram "La Strada – Das Lied der Straße" (Italien 1954) und im Anschluss, um 22.00 Uhr, den Dokumentarfilm "Auf den Spuren Fellinis" (Schweiz 2013) von Gérald Morin.

Der Gaukler Zampano (Anthony Quinn) führt ein armseliges Wanderleben. Eines Tages kauft er für 10.000 Lire die einfältige Gelsomina (Giulietta Masina) ihrer Mutter ab. Gelsomina muss für ihn kochen und waschen und den Pausen-Clown spielen, wenn er in Dörfern und Kleinstädten als Kettensprenger auftritt. Gelsominas schüchterne Versuche, ihm näher zu kommen, sind vergeblich. In einem kleinen Zirkus begegnen die beiden dem Seiltänzer Il Matto. Als Zampano den ihm verhassten Artisten bei einer Schlägerei tötet, ist Gelsomina schockiert. Sie wird Zampano lästig, und er lässt sie schließlich sitzen. Federico Fellini (1920–1993) beschäftigte sich jahrelang mit der Idee zu diesem Film, ehe er Produzenten für sein Projekt fand. An der Seite von Anthony Quinn spielt Fellinis Frau Giulietta Masina die Rolle ihres Lebens. "La Strada" wurde ein Welterfolg und mit Preisen überschüttet, unter anderem mit einem Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

 

Im Anschluss, um 22.00 Uhr, folgt der Dokumentarfilm "Auf den Spuren Fellinis" von Gérald Morin. Federico Fellinis ehemaliger Assistent kehrt auf den Spuren des großen Filmemachers und fünffachen Oscar-Preisträgers zurück in Roms Filmstadt Cinecittà. Ein jeder hat seine eigenen Erinnerungen an den Regisseur: Morin spricht mit Mitarbeitern Fellinis über dessen Vorlieben und Marotten und über das goldene Zeitalter des italienischen Kinos. Umfangreiches Archivmaterial zeigt dessen unkonventionelle Arbeitsweise.. Fellini konnte wie kein anderer Träume und Ideen in unverwechselbare, poetische, fantastische Filme umsetzen. Mit Filmen wie "La Strada – Das Lied der Straße", "Das süße Leben", "Achteinhalb", "Amarcord", "Casanova" und "Fellinis Schiff der Träume" setzte er neue Maßstäbe. Gérald Morin gelingt es, die vielen Facetten Fellinis einzufangen.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 10. Januar 2020