Aktueller denn je: Ein Abend zu Bertolt Brechts "Dreigroschenoper" in 3sat

Fr, 19.02.2021, 12:15 Uhr
Neher/Polly (Hannah Herzsprung) in "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm" © ZDF/SWR/Wild Bunch Germany

Ein Abend zu Bertold Brechts "Dreigroschenoper" in 3sat zeigt, warum das Theaterstück aktueller ist denn je: Die Dokumentation "Wahnsinnswerke: Die Dreigroschenoper" ergründet am Samstag, 27. Februar 2021, 22.15 Uhr in Erstausstrahlung, den Klassiker der Theaterliteratur und vergleicht die prägendsten Inszenierungen. Musiker Campino, Schauspielerin Meike Droste sowie der Intendant des Berliner Ensembles Oliver Reese kommen unter anderen zu Wort und sprechen über die zentralen Themen Antikapitalismus, Opportunismus und Frauenbilder. Bereits um 20.15 Uhr zeigt 3sat den Spielfilm "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm" (Deutschland/Belgien 2018).

Die Dokumentation von Catharina Kleber aus der 3sat-Reihe "Wahnsinnswerke", die sich mit den Klassikern der Theaterliteratur beschäftigt, ergründet Brechts Stück und stellt Bezüge zur Gegenwart her. Mackie Messers Ballade "Und der Haifisch, der hat Zähne…" ist wohl der bekannteste Hit aus der "Dreigroschenoper", der bis heute von mehr als 200 Künstlerinnen und Künstlern gecovert und 1952 von Leonard Bernstein an den Broadway gebracht wurde. Die Musik komponierte Kurt Weill, am Text arbeitete Brechts damalige Lebensgefährtin, Elisabeth Hauptmann, mit. Für diese Gemeinschafts- und Collagearbeit bediente sich Brecht großzügig bei John Gays "The Beggar's Opera", und "Die Dreigroschenoper" stürmte schließlich wider alle Erwartungen die Bühnen der Weimarer Republik.

Joachim A. Langs Drama "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm" erzählt die Geschichte von Brechts gescheitertem Traum, sein Werk nach seinen Vorstellungen zu verfilmen. Er überwarf sich 1930 mit der Filmfirma, welche die Rechte an der "Dreigroschenoper" erworben hatte. Neben Lars Eidinger, der den kritischen Dramaturgen und Schriftsteller Bertolt Brecht spielt, sind außerdem Tobias Moretti, Hannah Herzsprung, Joachim Król, Claudia Michelsen und Robert Stadlober zu sehen.

ZDF
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3sat Presseteam

Jessica Zobel
zobel.jwhatever@3sat.de
Mainz, 19. Februar 2021