"Alles außer gewöhnlich: Sehr große und sehr kleine Menschen": "Wissenschaft am Donnerstag" in 3sat über Inklusion

Mi, 29.01.2020, 15:40 Uhr
Rolf ist der größte Deutsche. Er überragt alle © ZDF/Wolfgang Hübner-Stauf

physischen Problemen und psychischem Stress verbunden sein. Die Dokumentation "Alles außer gewöhnlich: Sehr große und sehr kleine Menschen" von Liz Wieskerstrauch, am Donnerstag, 6. Februar 2020, 20.15 Uhr in 3sat, ist in Zusammenarbeit mit der ZDF-Redaktion "37 Grad" entstanden. Sie zeigt die medizinischen Hintergründe zur "37 Grad"-Reportage "Nie auf Augenhöhe – Von kleinen und großen Menschen" (ZDF: Dienstag, 4. Februar 2020, 22.15 Uhr, 3sat: Montag, 10. Februar 2020, 0.25 Uhr).
Im Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt im Rahmen von "Wissenschaft am Donnerstag" der Wissenstalk "scobel – Inklusion als Menschenrecht".

 

Während kleine Jungen sich oft nicht ernst genommen fühlen, macht es Mädchen eher zu schaffen, wenn sie viel größer sind als alle anderen – wie die zwölfjährige Gretha aus Havelberg. Ihr überdurchschnittliches Wachstum ist genetisch bedingt. Der Endokrinologe Klaus Mohnike von der Universitätsklinik Magdeburg hat dem Mädchen Östrogen als Wachstumsbremse verschrieben. Doch solche Behandlungen können gesundheitliche Risiken und Nebenwirkungen bergen. Während eine überdurchschnittliche Körpergröße nicht zuletzt eine Frage der gesellschaftlichen Akzeptanz sei, kann eine deutliche Wachstumsverzögerung auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen. So hat Urs Eiholzer vom Pädiatrisch-Endokrinologischen Zentrum Zürich bei dem achtjährigen Neri eine Schilddrüsenerkrankung sowie Zöliakie als Ursache für seine Wachstumsstörung diagnostiziert. Seit der Junge behandelt wird, holt sein Wachstum auf und sein allgemeines Wohlbefinden hat sich deutlich verbessert. Kleinwuchs kann zahlreiche Ursachen haben. Bisweilen können Hormone helfen, oft aber auch nicht. Manchmal entscheiden sich Betroffene dann für eine schmerzhafte Operation zur Beinverlängerung.

 

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt der Wissenstalk "scobel – Inklusion als Menschenrecht". 2009 ratifizierte Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention, in der die Inklusion, also Zugehörigkeit, Selbstbestimmung und Teilhabe am öffentlichen Leben, als Menschenrecht deklariert wurde. Doch was wissen nichtbehinderte über behinderte Menschen? In welchen persönlichen und gesellschaftlichen Bereichen entstehen zentrale Probleme der Inklusion, und wie können mögliche Lösungswege aussehen? Diese und andere Fragen diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen.

 

In 3sat steht der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um jeweils 20.15 Uhr beleuchtet die Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen zum Thema.