Die Weltvermesser: "Wissenschaft am Donnerstag" mit Dokumentation und "scobel - Wissenschaft und Wahrheit"

Mo, 08.04.2019, 11:28 Uhr
Regelmäßig vermessen Forscher der Humboldt Universität Berlin den schmelzenden Grey Gletscher in den südamerikanischen Alpen, um Daten für den globalen Klimawandel zu gewinnen © ZDF/Christopher Gerisch

Forscher vermessen mit Hightech-Instrumenten jeden Winkel der Erdoberfläche und der Tiefsee. Die Dokumentation "Die Weltvermesser" von Christopher Gerisch, um 20.15 Uhr in 3sat in Erstausstrahlung, begleitet aktuelle Expeditionen und erklärt, wie sich Gelehrte früher ein genaues Bild der Erde machten. Der Moderator des 3sat-Wissenschaftsmagazins "nano" Ingolf Baur führt durch den Film. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt im Rahmen von "Wissenschaft am Donnerstag" die Sendung "scobel – Wissenschaft und Wahrheit".

Seit jeher haben Menschen versucht, sich auf der Erde zu orientieren. Anfangs nutzten sie die Sterne zur Navigation, heute geben Satelliten Orientierung. Und zu allen Zeiten strebten Wissenschaftler nach exakten Daten. Damals wie heute gilt: Wissen ist Macht, und wer exakte Daten über die Erde besitzt, hat einen großen Vorteil. Das internationale Konsortium Airbus Defence and Space finanziert beispielsweise das TanDEM-X-Projekt mit, das mittels Radarwellen zweier Erdbeobachtungssatelliten eine dreidimensionale Karte der Erdoberfläche erstellt. Damit kann Airbus die Datensätze auch an Flughafenplaner, Straßenbauer und Vermessungsämter verkaufen. Die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt hingegen konzentrieren sich bei der Datenanalyse auf Veränderungen von Gletschern, Waldgebieten und Vulkanen. Sie ziehen daraus Rückschlüsse, wie sich unser Planet verändert. Doch anders als zur Zeit der frühen Gelehrten und Vermesser wie Claudius Ptolemäus, Gerhard Mercator oder Alexander von Humboldt wird das Sammeln von Daten heute nicht mehr ausschließlich positiv gewertet: Moderne Wissenschaftler unternehmen stets eine Gratwanderung zwischen dem Drang, immer mehr Daten zu erheben, und dem zunehmenden Wunsch der Menschen, möglichst wenige persönliche Informationen preiszugeben.

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt im Rahmen von "Wissenschaft am Donnerstag" die Sendung "scobel – Wissenschaft und Wahrheit" in Erstausstrahlung. Wissenschaft stößt immer wieder an Grenzen, bei dem Versuch die Wirklichkeit vollständig abzubilden. Zu jeder Zeit gab es wissenschaftliche Aussagen, deren Wahrheit zu Unrecht bestritten wurde, oder wahre Aussagen, die lange umstritten waren – wie die von Einstein postulierte Existenz von Gravitationswellen. Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen über die Zukunft der Wissenschaften.

In 3sat steht der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um jeweils 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen zum Thema.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 08. April 2019