Globalisierung auf Abstand: 3sat-Magazin "makro" zu den ökonomischen Abhängigkeiten Deutschlands

Fr, 22.05.2020, 15:00 Uhr
Brauchen wir mehr "made in Germany" für unsere Wirtschaft? (c) Laif/Heiko Specht

Die Coronapandemie deckt auf, wie verwundbar das deutsche Exportmodell ist. Lieferketten sind zusammengebrochen, weil Fabriken in Frankreich, Italien oder China stillstehen. Werden Firmen wieder mehr in Deutschland fertigen? Das fragt das 3sat-Wirtschaftsmagazin "makro" in der Ausgabe "Globalisierung auf Abstand" am Dienstag, 26. Mai 2020, um 22.25 Uhr in Erstausstrahlung. Es moderiert Eva Schmidt. 

Deutschland als Alternative zu China als Werkbank? Die Coronakrise zeigt deutlich, wie abhängig die deutsche Wirtschaft von seinen Handelspartnern ist. Drei Jahrzehnte lang war es schon fast ein Naturgesetz, dass Unternehmen in Billiglohnländern produzieren und das oft ohne Einhaltung internationaler Umwelt- und Sozialstandards. Das wurde gerade wieder in der Textilindustrie in Bangladesch offensichtlich, als westliche Modefirmen ihre Aufträge einfach stornierten, und die Textilarbeiterinnen ohne Lohn nach Hause geschickt wurden. Der wachsende Welthandel sorgte dafür, dass täglich Abertausende Containerschiffe und Frachtflugzeuge um den Erdball kreisten und dass die internationale Arbeitsteilung den Konzernen Gewinne und den Verbraucherinnen und Verbrauchern günstige Preise bescherten. "makro" fragt: Ist die Globalisierung zu weit gegangen? Braucht es wieder mehr "Made in Germany"? Interviewgast Prof. Sebastian Heilmann, Sinologe an der Universität Trier, fordert: "Wir müssen unsere Abhängigkeit von China kritisch überprüfen."

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Maja Tripkovic
tripkovic.mwhatever@3sat.de
Mainz, 22. Mai 2020