Grimme-Preis 2021: 15 Nominierungen für ZDF, 3sat und ARTE

Di, 02.03.2021, 11:00 Uhr
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ZDF und 3sat gehen mit 14 Nominierungen in das Rennen um die begehrten Grimme-Preise. Dabei können die Sender sowohl in den Kategorien "Fiktion", "Info & Kultur", "Unterhaltung" und "Kinder und Jugend" auf Preise hoffen als auch auf zwei Spezialauszeichnungen.

Vier Produktionen gehen ins Rennen um den Grimme-Preis in der Kategorie "Fiktion". Nominiert ist der Dreiteiler "Unterleuten - Das zerrissene Dorf" (ZDF) nach dem Bestseller von Juli Zeh. Regisseur Matti Geschonneck erzählt die Geschichte des fiktiven Dorfes "Unterleuten" in der brandenburgischen Provinz, in dem Wende-Gewinner und -Verlierer, Ostalgiker, Kapitalisten, zugereiste Städter und Alteingesessene ein nicht ganz konfliktfreies Miteinander leben. In den Wettbewerb geht auch das Krimidrama "Wir wären andere Menschen" (ZDF) nach der Erzählung "Rupert" von Friedrich Ani. In dem Film von Jan Bonny spielt Matthias Brandt einen Fahrlehrer, der als Kind schwer traumatisiert wurde und nun auf Rache sinnt. Ebenso sind die beiden neoriginal-Serien "Drinnen - Im Internet sind alle gleich" (Quantum/Das kleine Fernsehspiel für ZDFneo) und "Liebe. Jetzt! Christmas Edition" (ZDFneo) für den Grimme-Preis nominiert. Die Serien entstanden im Frühjahr beziehungsweise November 2020 und setzen sich humorvoll und herzerwärmend mit den Herausforderungen des alltäglichen Lebens - mit Arbeit, Liebe und Familie - in Zeiten der Coronapandemie auseinander.

Für den Spezialpreis in der Kategorie "Fiktion" ist Daniel Kehlmann für die Drehbuchadaption seines Theaterstücks "Das Verhör in der Nacht" (ZDF/ARTE) nominiert. An Heiligabend wird Philosophiedozentin Judith (Sophie von Kessel) von Polizist Thomas (Charly Hübner) aufgehalten, weil sie verdächtigt wird, einen Terroranschlag geplant zu haben. Er muss die Wahrheit herausfinden.

In der Kategorie "Info & Kultur" sind für ZDF/3sat zwei Produktionen nominiert: der Dokumentarfilm "Der Ast, auf dem ich sitze" von Luzia Schmid (ZDF/3sat), eine Erzählung über Steuerflucht und ihre Auswirkungen und ein persönlicher Wirtschaftsfilm auch für Menschen, die normalerweise den Wirtschaftsteil der Zeitungen überblättern, sowie der Dokumentarfilm "Heimat ist ein Raum aus Zeit" von Thomas Heise (ZDF/3sat). Heise folgt den Spuren seiner zerrissenen Familie und erzählt eine deutsche Familiengeschichte zwischen Berlin und Wien, vom Ersten Weltkrieg bis zur Wiedervereinigung als Collage aus Briefen, Tagebüchern, Bild- und Tondokumenten.

Ebenso gibt es zwei Nominierungen in der Kategorie "Unterhaltung": Zum einen für die Late-Night-Satire "ZDF Magazin Royale" (ZDF), in der Jan Böhmermann abseits des tagesaktuellen Politgeschehens große, gesellschaftlich relevante Themen überraschend und witzig aufgreift und Debatten anstößt. Zum anderen freuen sich die Macher des siebenminütigen Quasi-Alone-Stand-Up "Sebastian Pufpaff: Noch nicht Schicht!" (ZDF/3sat) über eine Nominierung. Seit dem ersten Lockdown meldet sich der Kabarettist mit seiner satirisch-optimistischen Aufarbeitung des Tagesgeschehens aus dem Homeoffice.

Und auch in der Kategorie "Kinder und Jugend" gibt es Grund auf Preise zu hoffen: Aus der Reihe "Ab 18!" (ZDF/3sat) sind gleich zwei Dokumentarfilme nominiert: die Langzeitbeobachtung "Luisa" von Romy Steyer, die auf die Geografie-Studentin Luisa Neubauer und ihr Engagement für "Fridays for Future" blickt, und "Hinter unserem Horizont", in dem sich die jungen Krisenreporter Dennis und Patrick Weinert nach einem gefährlichen Zwischenfall mit ihrem gewählten Lebensweg beschäftigen. Nominiert ist zudem das Doku-Format "TRU DOKU", das auf Instagram, YouTube und funk.net wöchentlich Geschichten über inspirierende Menschen, abseitige Welten und verblüffende Phänomene für die Generation Z erzählt. Darüber hinaus wurde Mina-Giselle Rüffer für ihre herausragende Darstellung der "Nora" in der fünften Staffel der erfolgreichen Webserie "DRUCK" mit einer Nominierung bedacht.

Für einen Spezialpreis ist "@Kalinka08 - Melde dich bitte" nominiert. In dem Kinderfilm von Regisseur Axel Ranisch berichtet Kalinka08 in einer Chatnachricht über Gewalterfahrungen in der Familie. Der Film soll betroffenen Kindern und Jugendlichen Mut machen, sich anderen anzuvertrauen, soll ihnen Hoffnung und Selbstvertrauen geben.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Grimme-Preises werden am 11. Mai 2021 bekanntgegeben; die Preisverleihung des Grimme-Instituts ist am Freitag, 27. August 2021, in Marl geplant. 3sat überträgt die Veranstaltung live in der 3sat-Mediathek und zeigt zudem am selben Abend um 22.25 Uhr eine Zusammenfassung. Der Grimme-Preis zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für Fernsehsendungen in Deutschland und wurde erstmals 1964 vergeben.

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Mainz, 02. März 2021