"Magie der Jahreszeiten": 3sat-Reihe zeigt Überlebensstrategien der Tiere

Di, 27.08.2019, 12:28 Uhr
Der Monarchschmetterling legt Tausende Kilometer zurück, um in Mexiko zu überwintern © ZDF/Nancy Bauer/Shutterstock

Jahreszeiten prägen den Großteil unseres Planeten und bestimmen das Leben von Pflanzen und Tieren. 3sat zeigt die faszinierende Welt der Tiere und deren Strategien, mit dem Wechsel der Jahreszeiten umzugehen, in der vierteiligen Dokumentationsreihe "Magie der Jahreszeiten" (Großbritannien 2017) am Sonntag, 1. September, ab 14.05 Uhr in Erstausstrahlung.

Der Frühling: In den Bergen Alaskas erwachen Bären aus der Winterruhe. Zum ersten Mal sehen die Jungen die Welt draußen. Und auch in der mexikanischen Sierra Nevada geht eine spektakuläre Winterruhe zu Ende. Über hundert Millionen Monarchfalter haben hier die kalte Jahreszeit in dichten Trauben an Nadelbäumen verbracht. Ende Februar erwachen die Tiere aus ihrer Winterstarre, und der große Zug der Monarchfalter nach Nordkanada beginnt.

Der Sommer: Auf der Weihnachtsinsel beginnt die Wanderung der Roten Landkrabben. Bei extrem hoher Luftfeuchte machen sich 40 Millionen Krabben auf den Weg zum Strand, um sich zu paaren und um dort Eier abzulegen. In den Wüsten müssen die Tiere jetzt besondere Tricks anwenden, um zu überleben: Dornschwanz-Agamen können die Farbe ihrer Schuppen wechseln. Nachts sind sie schwarz, tagsüber gelblich-weiß, sodass die Hitze besser reflektiert werden kann. Silberameisen haben besonders lange Beine, die den Körper vom Boden fernhalten. Aber auch den Küken der Königspinguine wird es im antarktischen Sommer manchmal zu heiß. Linderung bringen kühlende Schlammbäder.

Der Herbst: Viele Tiere legen nun Vorräte an, um die Winterkälte zu überstehen. Die kanadischen Laubwälder mit ihren vielen Eicheln sind ein Schlaraffenland für Streifenhörnchen. Biber bringen ihre Bauten in Ordnung und legen Vorräte an. Grizzlybären stehen an den Ufern der Flüsse und warten auf fette Lachse. In den arktischen Breiten machen sich die Zugvögel wieder auf den Weg gen Süden.

Der Winter: Er zwingt die Natur zur Ruhe und zu einzigartigen Überlebensstrategien. Wer keine Höhle hat, muss sich warm einpacken. Moorschneehühner haben ein extrem dichtes Gefieder, selbst auf den Füßen und den Augenlidern. Polarfüchse haben kleine Ohren und kurze Beine – das reduziert die Körperoberfläche und verringert den Wärmeverlust. Im eisigen Bergland der japanischen Insel Honshu braucht es das nicht. Japanmakaken nutzen heiße Quellen, um sich zu wärmen. Solch einen Luxus bietet die Natur selten.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 27. August 2019