"POP/NATION/DEUTSCHLAND" in 3sat zum 30. Tag der Deutschen Einheit

Mi, 23.09.2020, 14:28 Uhr
Frank Spilker ist Sänger der Hamburger Band „Die Sterne“ © ZDF/Ralf Rättig

Popmusik ist nicht nur Unterhaltung, sondern auch immer ein Spiegel der Gesellschaft. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung hat sich das Verhältnis der Deutschen zu ihrem Land und zu ihrer Sprache massiv gewandelt. Wie sehr erzählen Musikerinnen und Musiker unterschiedlicher Generationen, Genres und regionaler Herkunft in der vierteiligen Reihe "POP/NATION/DEUTSCHLAND", die das 3sat-Magazin "Kulturzeit" von Montag, 28. September 2020, bis Donnerstag, 1. Oktober 2020, jeweils um 19.20 Uhr zum 30. Tag der Deutschen Einheit in Erstausstrahlung zeigt. Zu Wort kommen unter anderem Wolfgang Niedecken, Frank Spilker und Elif. Einen Zusammenschnitt der Reihe zeigt 3sat am Samstag, 17. Oktober 2020, um 19.20 Uhr mit der 3satKulturdoku "Pop. Nation. Deutschland" ebenfalls in Erstausstrahlung.

Im Jahr der Wiedervereinigung waren nur 18 der 100 erfolgreichsten Alben des Jahres deutschsprachig, 2017 waren es 68. Deutsch zu singen, ist heute Standard. Aber jeder, der Deutsch singt, bringt seine eigene Geschichte mit – vom Kölschrocker Wolfgang Niedecken bis zum Hamburger Rapper Samy Deluxe, vom Düsseldorfer Punk Sammy Amara (Broilers) bis zur Leipziger Liedermacherin Sarah Lesch, von Elif bis zu Mal Élevé, von Frank Spilker, dem Frontmann der Hamburger Band "Die Sterne", bis zum Berliner Hip-Hop-Duo "Zugezogen Maskulin". Eine Geschichte, die auch immer die der Auseinandersetzung mit der eigenen Sprache, der eigenen Herkunft, dem eigenen Land ist. Das ist oft genug ein durchgebrochenes Verhältnis: "Wenn Tausende Menschen unseren Song 'Scheiß auf deutsche Texte' mitsingen, dann finde ich das erstmal gut. Weil viel zu oft das Gegenteil – 'Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein' – gegrölt wird", sagt Frank Spilker von "Die Sterne".

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3sat Presseteam

Jessica Zobel
zobel.jwhatever@3sat.de
Mainz, 23. September 2020