Rechte der Tiere: "Wissenschaft am Donnerstag" in 3sat mit Dokumentation und Wissenstalk "scobel"

Mo, 01.04.2019, 15:00 Uhr
Kuh in Forschungsanlage Dummerstorf © ZDF/Immanuel Hick

Zahlreiche Studien belegen, dass Tiere ein Bewusstsein haben, leidens- und schmerzfähig sind. Darum geht es unter anderem in "Wissenschaft am Donnerstag" am 4. April 2019 ab 20.15 Uhr in einer Dokumentation und dem anschließenden Wissenstalk "scobel" um die "Rechte der Tiere".

 

Wie sich artgerechte Tierhaltung mit den wirtschaftlichen Interessen der Agrarindustrie vereinbaren lässt, dazu forscht das Leibnitz-Institut für Nutztierbiologie in Dummerstorf bei Rostock. Kühe etwa sollten mehr Freilauf haben, doch die auf größerer Fläche verteilten Ausscheidungen erzeugen mehr Treibhausgase als früher. Um dieses Problem in Griff zu bekommen, müssen die Tiere nun lernen, auf das Kuh-Klo zu gehen. Um Stress im Stall und beim Transport zu erkennen und reduzieren, versuchen Forscher, die Laute von Schweinen in Gefühlsbegriffe zu übersetzen, die Menschen verstehen können. Die Wissenschaftsdokumentation "Rechte der Tiere" von Klaus Neumann-Ege und Hendrik Löbbert untersucht ab 20.15 Uhr, wie Tierwohl und artgerechte Haltung im Spannungsverhältnis von Verhaltensbiologie und wirtschaftlichen Interessen immer wieder neu definiert werden.

 

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel in "scobel: Rechte der Tiere" über den widersprüchlichen Umgang mit Tieren. Das deutsche Tierschutzgesetz aus dem Jahr 1972 besagt: "Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen." Ist es bei Nutztieren die fehlende Bindung, die Verbraucher gleichgültig macht? Sollten Tiere ähnliche Rechte wie Menschen erhalten? Schafft das neue Tierwohl-Label mehr Transparenz? Oder braucht es globale Gesetze, um die Mensch-Tier-Beziehungen international zu regeln? Darüber diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen, dem Verhaltensbiologen Kurt Kotrschal, dem Veterinärmediziner und Vorsitzenden der Arbeitsgruppe "Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V." Michael Marahrens und Saskia Stucki, Juristin mit dem Forschungsschwerpunkt Tierrecht und Tierschutz.

ZDF
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3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 01. April 2019