Yannic Han Biao Federer mit dem 3sat-Preis bei den 43. Tagen der deutschsprachigen Literatur ausgezeichnet

 

Mo, 01.07.2019, 12:28 Uhr
3sat-Preisträger Yannic Han Biao Federer mit Jurymitglied Elisabeth Keller (l.) und Petra Gruber, Gesamtleitung der Senderkooperation des ORF mit 3sat (r.) © ORF K/Johannes Puch

Für seinen Text „Kenn ich nicht“ erhielt Yannic Han Biao Federer am Sonntag, 30. Juni 2019, den mit 7.500 Euro dotierten 3sat-Preis bei den 43. Tagen der deutschsprachigen Literatur, die vom 26. bis 30. Juni 2019 in Klagenfurt stattfanden.

Federers Text, so Jurymitglied Hildegard Keller,berühre, weil er eine Trennungsgeschichte radikal von außen erzähle. „Der Autor kippt in die Geschichte, seine Freunde geben ihm immer wieder neue Namen. Bei diesem Gestöber von Alter Egos findet Trauerarbeit statt, das könnte man fast übersehen.“ Yannic Han Biao Federer, 1986 in Breisach am Rhein geboren, wuchs in Südbaden auf. Er studierte Germanistik und Romanistik in Bonn, Florenz und Oxford und promovierte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Derzeit arbeitet er im Literaturhaus Köln. Erste Erzählungen sind in Literaturzeitschriften und Anthologien erschienen. Der mit 25.000 Euro dotierte Ingeborg-Bachmann-Preis ging 2019 an Birgit Birnbacher, Leander Fischer wurde mit dem Deutschlandfunkpreis ausgezeichnet, Julia Jost mit dem KELAG-Preis. Das Publikum stimmte beim BKS-Bank-Preis für Ronya Othmann.

 

Bei den diesjährigen 43. Tagen der deutschsprachigen Literatur waren 14 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in das Rennen um die begehrte literarische Auszeichnungen gegangen. Bei dem Wettlesen hatten die Autoren jeweils etwa 25 Minuten Zeit, um ihren bislang unveröffentlichten Prosatext zu präsentieren. Im Anschluss an den Vortrag diskutierte die Jury unter dem Vorsitz von Hubert Winkels die Texte. Weitere Mitglieder der Jury waren Stefan Gmünder, Nora Gomringer, Klaus Kastberger, Hildegard Elisabeth Keller, Michael Wiederstein und Insa Wilke.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 01. Juli 2019