Von der Wachau bis nach Tschechien: 3sat zeigt "Burgen und Schlösser in Österreich"

Mo, 15.08.2022, 08:51 Uhr
Burgruine Aggstein - ein Wahrzeichen der Kulturlandschaft Wachau / Copyright: ZDF/ORF/Ranfilm

Sagenumwobene Burgruinen, üppige Klöstern und renovierte Höhenburgen, UNESCO-Weltkulturerbe, vielbesuchte Schauburgen und mächtige Wehrburgen: 3sat zeigt den Zweiteiler "Burgen und Schlösser in Österreich" von Valentin Badura am Montag, 22. August 2022, ab 20.15 Uhr und reist von der Wachau über das Mostviertel und das Weinviertel bis nach Tschechien. 

Um 20.15 Uhr geht es zum Stift Göttweig in Furth bei Krems. Als Teil der "Kulturlandschaft Wachau" ist das Stift am Rand des Dunkelsteinerwaldes UNESCO-Weltkulturerbe. Der Film bietet Einblicke in die historischen Prunkräume und das Leben in der Klostergemeinschaft. Danach taucht der Film in die Wachau ein, wo die Burgruine Dürnstein über der Donau thront. Erbaut wurde sie im 12. Jahrhundert, Bekanntheit erlangte sie, weil hier der englische König Richard Löwenherz auf der Rückreise vom dritten Kreuzzug gefangen gehalten wurde. Heute ist das Gelände das Betätigungsfeld Gottfried Thierys, der den Burgweingarten am Fuße der Ruine betreibt und ein ehemaliges Kloster zu einem Beherbergungsbetrieb umgebaut hat. Weiter geht es zur Burgruine Aggstein. Um sie ranken sich dunkle Sagen; Märchenerzählerin Dena Seidl führt durch die Burg und klärt auf. Im Anschluss geht es zur Schallaburg. Errichtet vor rund 1000 Jahren ist das heutige Schloss im öffentlichen Besitz und ein bekanntes Ausstellungszentrum. Geschäftsführer und Historiker Peter Fritz zeigt die historischen Gemäuer. Weiter südlich im Mostviertel hat sich Erich Podstatny einen Jugendtraum erfüllt. 2010 übernahm er die verfallene Höhenburg Plankenstein und baute sie als klassische Ritterburg wieder auf. In der Mittelaltercommunity ist die Burg äußerst beliebt. Auch die Weissenburg im Pielachtal wurde freigelegt. Heute dreht sich dort alles um Musik. 

Teil zwei von "Burgen und Schlösser Österreichs" führt um 21.00 Uhr zunächst zur Burg Kreuzenstein. Einst im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde die Burg ab 1874 vom Polarforscher Graf Johann Nepomuk Wilczek zu einer neuromantischen Schauburg aufgebaut. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Burg eine beliebte Filmkulisse. Schloss Wilfersdorf, seit 1436 im Besitz der fürstlichen Familie Liechtenstein, beheimatet ein Museum zur Familiengeschichte, die fürstliche Hofweinkellerei und der Verwaltungssitz für die fürstlichen Familiengüter in Niederösterreich. Von Wilfersdorf geht die Reise zum Schloss Valtice, dem ehemaligen Wohnsitz der Familie Liechtenstein. Im nahe gelegenen Schloss Lednice, dem ehemaligen Sommerschloss der Familie Liechtenstein, empfängt Verwalterin Ivana Holásková das Filmteam. Sie führt durch die neugotische Anlage sowie das gusseiserne Gewächshaus, das bei seiner Fertigstellung 1845 das größte Glashaus der Welt war. Majestätisch thront Burg Hardegg, eine Wehrburg aus dem 12. Jahrhundert, auf einem Felsen im Nordwesten des Weinviertels über der kleinsten Ortschaft Österreichs. Burgherr Octavian Pilati präsentiert die Räumlichkeiten und erzählt von den Herausforderungen bei der Erhaltung der Anlage. Grafenegg ist die letzte Station. Tassilo Metternich-Sándor führt durch die bedeutendste Schlossanlage des romantischen Historismus in Österreich. Ein einzigartiges Erlebnis sind die Konzerte auf der futuristischen Open-Air-Bühne Wolkenturm inmitten des 32 Hektar großen Landschaftsgartens der romantischen Vierflügelanlage. 

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Dokumentation und Reportage

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@zdf.de
Mainz, 15. August 2022