Die Kulisse von "Madame Butterfly" in Bregenz © Bregenzer Festspiele/Michael Csa

Madame Butterfly

Von der Seebühne in Bregenz

"Madame Butterfly" erzählt die tragische Geschichte der Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, die sich in den amerikanischen Marineoffizier Pinkerton verliebt. Er will sie nach japanischer Sitte heiraten, ohne damit eine dauerhafte Verbindung eingehen zu wollen. Die Bregenzer Festspiele präsentieren 2022 Giacomo Puccinis "Madame Butterfly". 3sat zeigt die populäre Oper, die erstmals auf der Seebühne zu sehen sein wird, am Samstag, 13. August 2022, um 20.15 Uhr. Im Anschluss, um 22.20 Uhr, blickt der Puccini-Kenner Marcus Nigsch mit seiner Doku "Madame Butterfly - Grenzenlose Sehnsucht am Bodensee" hinter die Kulissen der Seebühnen-Produktion in Bregenz. 

3satFestspielsommer
Oper
Sa 13. Aug
20:15 Uhr

Puccinis "japanische Tragödie" wird vom Intendanten des Opernhaus Zürich, Regisseur Andreas Homoki, in Szene gesetzt. Er bringt ein international erfolgreiches Team mit, das im magischen Bühnenbild von Michael Levine mit feinen Landschaftsmalereien japanisches Flair an den Bodensee zaubert. Die musikalische Leitung übernimmt Dirigent Enrique Mazzola, der bereits bei den Festspielen 2019 für die Einstudierung des "Rigoletto" zuständig war. Die Titelpartie, Geisha Cio-Cio-San, wird von der irischen Sopranistin Celine Byrne verkörpert; Edgaras Montvidas gibt den amerikanischen Offizier Pinkerton, Omer Kobiljak tritt als Fürst Yamadori in Erscheinung. Der diesjährige Chor setzt sich aus Mitgliedern des Bregenzer Festspielchors sowie des Prager Philharmonischen Chors zusammen. Erstmals in Bregenz für die Bildregie verantwortlich zeichnet Henning Kasten, durch den Abend führt Martin Traxl.

Ein 23 Meter hohes Blatt Papier, zerknüllt und in den See geworfen – dieses Bühnenbild steht für die Ignoranz, mit der der amerikanische Marinesoldat Pinkerton der japanischen Kultur begegnet. Andreas Homoki inszeniert das Aufeinanderprallen verschiedener Welten und Werte als Drama einer "Sehnsuchtsmigrantin": Mit übermenschlicher Kraftanstrengung hält eine sehr junge Frau an ihrem Traumbild von Amerika fest. Wie erzeugt Homoki einen Spannungsbogen zwischen fein gedachten Bildern und der Naturkulisse des Bodensees? Im Making-of der Bregenzer "Madame Butterfly" (22.20 Uhr) blickt der Puccini-Kenner Marcus Nigsch hinter die Kulissen und zeichnet den Entstehungsprozess dieser Geschichte von grenzenloser Sehnsucht am Bodensee nach.

Bereits um 19.10 Uhr sendet 3sat "Kulturzeit extra: Salzburger Festspiele 2022" zum Thema "Oper und Theater in Zeiten des Krieges". 

Am Samstag, 20. August, geht es mit dem "3satFestspielsommer" weiter: Um 20.15 Uhr zeigt 3sat "Leoš Janáček: Káťa Kabanová" von den "Salzburger Festspielen 2022", um 22.05 Uhr folgt eine Aufzeichnung von "Klassik am Odeonsplatz 2022". Am Sonntag, 21. August, um 11.20 Uhr, zeigt 3sat eine Aufzeichnung vom "Klassik Open Air Nürnberg 2022".  

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Jessica Zobel
zobel.jwhatever@zdf.de
Mainz, 08. Juli 2022
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