"Magere Jahre? Wie wir uns in Zukunft ernähren können" © ZDF/ORF/Neulandfilm

Magere Jahre? Wie wir uns in Zukunft ernähren können

Ein Film von Florian Riedelsperger

Explodierende Kosten, unberechenbare Wetterextreme: Lebensmittel zu produzieren, wird immer herausfordernder, und die Ansprüche der Konsumentinnen und Konsumenten steigen. Viele Landwirtschaftsbetriebe stoßen bereits jetzt an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Doch eigentlich braucht es um ein Vielfaches mehr statt weniger, um die wachsende Weltbevölkerung auch noch 2050 ernähren zu können. Was bedeutet es, nachhaltig zu produzieren? Das fragt die Dokumentation "Magere Jahre? Wie wir uns in Zukunft ernähren können" von Florian Riedelsperger am Mittwoch, 5. Oktober, um 20.15 Uhr in Erstausstrahlung. 

Dokumentation
Mi 05. Okt
20:15 Uhr
Erstausstrahlung

In Zeiten des Klimawandels, internationaler Lieferengpässe und der globalen Energiekrise gerät auch die Ernährungssicherheit zunehmend unter Druck. Was bedeutet es, nachhaltig zu produzieren? Kann der steigende Bedarf mittels Bio-Anbau und regionaler Produkte gesichert werden? Wird oder muss sich der Speiseplan verändern? Oder wird Essen gar zum Luxus für ein paar wenige?

 

"Ohne Kunstdünger, ohne Pestizide lässt sich die Produktion nicht mehr steigern", meint Autor und Journalist Timo Küntzle und kritisiert eine romantisierende Vorstellung von der Landwirtschaft. Im niederösterreichischen Weinviertel kämpft ein Landwirt mit langen Dürreperioden. Der Weizen kann sein volles Potenzial nicht entwickeln oder vertrocknet, bevor er geerntet werden kann. Für Landwirt Lorenz Mayer ist ungewiss, ob er auch in zehn Jahren noch im Weinviertel anbauen kann. Zusätzlich gefährdet die Energiekrise die Lebensmittelproduktion. Einerseits wird der Stickstoffdünger knapp, für dessen Herstellung Gas gebraucht wird, andererseits braucht es Gas für das Pasteurisieren von Milch. Ohne Gas müssten Tausende von Litern weggeschüttet werden. "Das will man sich gar nicht vorstellen", meint Milchbauer Gottfried Wasner. Die benötigte Hitze per Ölofen zu erzeugen, würde den Milchpreis um das Vier- bis Fünffache steigern. Beim Biobetrieb von Manuel Pichler scheint die Welt in Ordnung: Im niederösterreichischen Mank hält er Schweine und bewirtschaftet Ackerflächen mit Erdäpfeln und Mais. Den Dünger für seine Felder produzieren seine eigenen Schweine, denen wiederum das selbst angebaute Futter zur Verfügung steht. Im eigenen Hofladen verkauft er seine Erzeugnisse. In Masse wird bei ihm nicht produziert, dafür aber in bester Qualität.

 

Fotos zur Doku "Magere Jahre? Wie wir uns in Zukunft ernähren können" finden Sie hier.

 

Im Anschluss um 21.00 Uhr befasst sich die Dokumentation "Alles Beton - Von welchen Äckern sollen unsere Enkel essen?" mit der Frage, wie sich zunehmender Bodenverbrauch und steigende Flächenversiegelung auf die Ernährungssicherheit auswirken. 

Hauptabteilung Kommunikation
Dokumentation und Reportage

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@zdf.de
Mainz, 07. September 2022
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