"makro: Stresstest für den Standort Deutschland": Recycling-Stahlproduktion in Meitingen in Schwaben © ZDF/Georg Schönhofer

MAKRO: Stresstest für den Standort Deutschland

Die Herausforderungen sind immens: In deutschen Unternehmen fehlt es an Energie, Rohstoffen und Personal. Zusammen mit den Nachwehen der Coronakrise eine toxische Mischung. Wie kann es gelingen, Deutschland als Produktionsstandort zu erhalten und damit Arbeitsplätze zu sichern? Das fragen die Filmautoren Peter Aumeier und Alexander Poel in der MAKRO-Dokumentation "Stresstest für den Standort Deutschland" am Dienstag, 13. Dezember 2022, um 22.25 Uhr. 

Wissen
Di 13. Dez
22:25 Uhr
Erstausstrahlung

Die wenigsten Firmen haben einen Notfallplan für die Energiekrise. Für besonders energieintensive Unternehmen wie Kelheim Fibres eine überlebenswichtige Frage. Das bayerische Chemieunternehmen ist Weltmarktführer im Bereich Spezialfasern und der drittgrößte Energieverbraucher Bayerns. Im internationalen Wettbewerb sind die hohen Energiekosten ein Wettbewerbsnachteil. "Der Gaspreis hat sich bei uns verfünfzehnfacht", beklagt der Geschäftsführer. Notgedrungen stelle Kelheim nun von Gas wieder auf klimaschädlicheres Öl um.

In Augsburg arbeitet man bei den Lech-Stahlwerken daran, die Produktion umweltfreundlicher zu machen. Doch Stahlherstellung verbraucht extrem viel Strom. Der Preis hierfür hat sich verzehnfacht. "Wir verlieren unsere Wettbewerbsfähigkeit", sagt Manager Klaus Krüger. Für immer mehr Unternehmen der Stahlbranche stellt sich die Standortfrage.

Während Branchen wie Chemie oder Stahl einen hohen Preis zahlen, um unabhängig von russischen Energielieferungen zu werden, begeben sich die deutschen Autokonzerne freiwillig in eine andere Abhängigkeit: Um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, setzen sie voll auf China. Nicht nur als wichtigsten Absatzmarkt, sondern auch als Produktionsstandort. Daimler entwickelt und baut den neuen Smart dort, BMW verlagert die Produktion des E-Minis nach China.

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Hauptabteilung Kommunikation
Dokumentation und Reportage

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@zdf.de
Mainz, 10. November 2022
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