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3sat- "makro" auf neuem Sendeplatz Thema: "Eine Welt voller Schulden"

Neue Sendezeit: Dienstag, 22.25 Uhr

Alle Lehren aus der Finanzkrise 2008 scheinen vergessen: Die weltweiten Schulden wachsen ungebrochen bei Staaten, Unternehmen und Konsumenten. Lösen sie den nächsten Crash aus? Wie lässt sich der weltweite Schuldenberg wieder abbauen? "makro" sucht in seiner Sendung "Eine Welt voller Schulden" am Dienstag, 3. März um 22.25 Uhr, (erstmals auf dem neuen Sendeplatz) mit Experten nach Lösungswegen. Live.

Wissen
Di 03. Mär
22:25 Uhr
Live

Die Zahlen sind erdrückend: Von 1999 bis 2019 wuchs der globale Schuldenberg - das Defizit von Firmen, Banken, Staaten und Privathaushalten - um 216 Prozent auf rund 255 Billionen US-Dollar. Das ist mehr als das Dreifache der globalen Wirtschaftsleistung. Nach dem Internationalen Währungsfonds schlägt auch die Weltbank Alarm. Noch nie sind in den vergangenen 50 Jahren die Schulden von Entwicklungs- und Schwellenländern so schnell gewachsen wie in den vergangenen zwei Jahren. Der Klimawandel und die dadurch immer häufiger und heftiger auftretenden Wetterextreme wie Überschwemmungen, Wirbelstürme oder Dürren heizen die Schuldenkrise in den ärmeren Ländern an.

Daneben bereiten Experten auch die steigenden Schulden der Unternehmen Sorgen: 15 Prozent aller Firmen in Europa gelten schon jetzt als "Zombies". So nennt man Unternehmen, die nur noch überleben, weil die Kredite aktuell so niedrig sind. Dem billigen Geld erliegen auch Privatpersonen, zum Beispiel beim Immobilienkauf. Doch was passiert, wenn die Zinsen wieder steigen? Ein ebensolches Szenario hat bekanntlich 2008 in den USA die Finanzkrise ausgelöst und zur globalen Schuldenkrise geführt.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Maja Tripkovic
tripkovic.mwhatever@3sat.de
Mainz, 03. Februar 2020
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