Die Architektin Hala Younes in ihrer Ausstellung "The Places that remain" (c) ZDF und Daniel Böhm

3satKulturdoku: "Die letzten Tage von Beirut"

Eine filmische Hommage an die libanesische Hauptstadt

Beirut war mal ein Versprechen. Eine multikonfessionelle Stadt am Rand des Orients, offen zur Welt. Ein Fluchtpunkt für Dichter und Denker, Spione und Lebenskünstler. Jetzt geht die Hauptstadt des Libanon unter. "Die letzten Tage von Beirut" von Daniel Böhm, zu sehen am Samstag, 20. März 2021, um 19.20 Uhr in Erstausstrahlung, ist eine Hommage an den Mythos Beirut, an eine Stadt, die Kampfplatz und kulturelle Kapitale des Nahen Ostens zugleich war und deren Lichter nun langsam ausgehen.

Dokumentation
Sa 20. Mär
19:20 Uhr
Erstausstrahlung

Nicht erst der 4. August 2020, als 2750 Tonnen Ammoniumnitrat ausgerechnet die kosmopolitischsten Viertel der Stadt in Trümmer legte, markierte den Niedergang Beiruts. Der Tod der "Schweiz des Nahen Ostens", wie der Libanon einst genannt wurde, ist ein langsamer Prozess, der schon Jahre andauert. Ein brutaler Bürgerkrieg, Dauerchaos und zuletzt eine tiefe Wirtschaftskrise haben aus dem einst funkelnden Beirut eine dunkle, traurige Stadt gemacht. Wie konnte es soweit kommen? Und was geht der arabischen Welt verloren, wenn Beirut, dieser einstige Leuchtturm der Freiheit, untergeht?

In Daniel Böhms filmischer Hommage, die sich über einen ganzen Tag erstreckt, suchen unterschiedliche Personen wie der Strandclubbesitzer Walid Abou Nasser, die legendäre Theatermacherin Nidal Achkar, der einstige Kriegsherr Walid Joumblatt, die Architektin und Kuratorin Hala Younes und weitere Libanesinnen und Libanesen nach Antworten auf die Frage, was Beirut so besonders macht – und wie die Stadt so tief fallen konnte.

 

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ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 16. Februar 2021
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