Sportliche Aktivitäten wie Rudern helfen Erwachsene mit ADHS, fokussiert zu bleiben © ZDF/Marc Lamy

ADHS - ein Leben lang

"Wissenschaft am Donnerstag" mit einer Dokumentation zum Thema ADHS und dem Wissenstalk "scobel - Trügerische Diagnosen"

Oft werden vorrübergehende Auffälligkeiten Modekrankheiten zugeordnet, zum Beispiel ADHS oder Burnout. "Trügerische Diagnosen" sind am Donnerstag, 16. Mai, um 21.00 Uhr, bei Gert Scobel das Thema. Zuvor, um 20.15 Uhr, zeigt 3sat im Rahmen von "Wissenschaft am Donnerstag" die Dokumentation "ADHS - Ein Leben lang" von Michael McNamara. Lange galt ADHS als Kinderkrankheit. Heute weiß man: Auch Erwachsene leiden unter dem Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom. Die Dokumentation lässt Experten zu Wort kommen und stellt neue Erkenntnisse vor.

Wissenschaft am Donnerstag
ab
Do 16. Mai
20:15 Uhr

ADHS führt im Kindesalter häufig zu Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität; die Symptome können sich im Laufe der Jahre wandeln. Forscher gehen davon aus, dass die Störung genetisch bedingt ist. Problematisch ist ADHS bei Erwachsenen: Wem nicht schon im Kindesalter die Krankheit attestiert wurde, der erhält im Erwachsenenalter oft gar keine oder eine falsche Diagnose. Gerade bei Frauen wird das Syndrom häufig mit einer Depression verwechselt. An der Universität von Kalifornien in Irvine zeigt Dr. Jean Gehricke, dass Nikotin - ähnlich wie die seit den 1990er Jahren eingesetzten ADHS-Medikamente - den Dopamin-Spiegel im Gehirn erhöht. Das reduziert die Symptome deutlich, sodass Raucher oft nicht erkennen, dass sie an ADHS leiden - bis sie versuchen, sich das Rauchen abzugewöhnen. Die Dokumentation "ADHS - Ein Leben lang" von Michael McNamara, die 3sat am Donnerstag, 16. Mai, 20.15 Uhr, lässt Experten zu Wort kommen und stellt neue Erkenntnisse zum Thema vor, wie beispielsweise den Zusammenhang von Rauchen und ADHS.

 

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, beschäftigt sich die Gesprächssendung "scobel - Trügerische Diagnosen" im Rahmen von "Wissenschaft am Donnerstag" mit dem Thema Modediagnosen in der Medizin. Oft werden vorrübergehende Auffälligkeiten Modekrankheiten zugeordnet, zum Beispiel ADHS oder Burnout. Diagnosen sind nicht immer wissenschaftlich fundiert, auch Ärzte und Patienten unterliegen subjektiven Eindrücken. Solche Befunde wirken sich nicht nur auf einzelne Patienten aus, sondern belasten auch das Gesundheitssystem. Brauchen wir mehr öffentliche Debatten und unabhängige Forschungsarbeiten? Diese und andere Fragen diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen.

 

In 3sat steht der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um jeweils 20.15 Uhr beleuchtet die Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen zum Thema.

 

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HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 06. März 2019