Gregor Gysi © ZDF/René Dame

DDR – die entsorgte Republik

Ein Film von Frank Diederichs

30 Jahre Mauerfall – ein Jubiläum. Doch warum wurde damals nur der Anschluss der DDR an die Bundesrepublik ernsthaft verfolgt? Die Dokumentation von Frank Diederichs rekonstruiert 30 Jahre danach die historischen Monate zwischen Oktober 1989 und Oktober 1990 und zeichnet die politischen Entwicklungen nach dem Mauerfall nach.

Gesellschaft
Mi 02. Okt
20:15 Uhr
Erstausstrahlung

Filme und Dokumentationen zeigen, wie es mit dem Mauerfall gelaufen ist, wie es zur Wende von "Wir sind das Volk" zu "Wir sind ein Volk" kam und der Pressekonferenz vom 9. November 1989 mit Günter Schabowski.

 

"DDR - die entsorgte Republik" rekonstruiert die Ereignisse und stellt vor allem eine Frage: Warum wurde die Wiedervereinigung nach Artikel 23 Grundgesetz beschlossen und nicht nach Artikel 146? Dann wäre die DDR nicht der Bundesrepublik beigetreten, sondern es wäre ein neuer deutscher Staat mit einer neuen Verfassung entstanden. Der Film greift die dramatischen Wochen und Monate vor 30 Jahren auf. Und die Entscheider von damals erinnern sich: Lothar de Maiziere, Gregor Gysi, Rudolf Seiters und Horst Teltschik enthüllen große Hintergründe und verwinkelte Tricks auf dem hastigen Sprint zur Einheit. Hans Modrow spricht von "Betrug", Oskar Lafontaine erklärt die Entscheidung mit wahltaktischen Gründen. Die Anwendung von Artikel 146 hätte eine neue deutsche Verfassung zur Folge gehabt. Und Kohls damalige Berater und Minister klären auf, warum der "Kanzler der Einheit" diesen Weg nicht wollte.

 

Ein Beitrag zum Programm "30 Jahre Mauerfall": Bis zum 3. Oktober präsentiert 3sat Dokumentationen und Filme, die sich mit dem Fall der Mauer, der Wiedervereinigung und der Entwicklung in Ost und West beschäftigen.

 

Fotos zur Sendung finden Sie  hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 14. August 2019
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