Der Holocaust-Überlebende Mosche Frumin posiert vor der Kamera des Fotografen Konrad Rufus Müller © ZDF/Frank Marten Pfeiffer

Die Zeugen – Eine Reise zu den letzten Überlebenden des Holocaust

Die Dokumentation begleitet die Journalistin Alexandra Föderl-Schmid und den Fotografen Konrad Rufus Müller auf ihrer Reise

Es gibt nur noch Wenige, die den Holocaust mit- und überlebt haben. Die 3satKulturdoku "Die Zeugen – Eine Reise zu den letzten Überlebenden des Holocaust" (Erstausstrahlung) von Rouven Rech begleitet am Samstag, 25. Januar, um 19.20 Uhr die Journalistin Alexandra Föderl-Schmid und den Fotografen Konrad Rufus Müller bei der Entstehung ihres Buches über die letzten noch lebenden Opfer des Holocaust. Ihre Reise führt nach Israel, Deutschland und Österreich. Sie ermöglicht einzigartige Einblicke in deren Erinnerungswelt, die schon bald nicht mehr möglich sein werden. Sprecherin der Dokumentation ist Schauspielerin Iris Berben. Am Sonntag, 26. Januar 2020, um 0.35 Uhr ist die Dokumentation im ZDF zu sehen.

Dokumentation
Sa 25. Jan
19:20 Uhr
Erstausstrahlung

Alexandra Föderl-Schmid und Konrad Rufus Müller sprechen mit fünf Überlebenden des Holocaust. Jeder von ihnen verarbeitet die Erlebnisse von damals anders. So unterschiedlich ihre Gesichter sind, so unterschiedlich sind auch ihre individuellen Lebensgeschichten und Traumata. Die 93-jährige Psychotherapeutin Giselle Cycowicz überlebte das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und hilft bis heute anderen Shoah-Überlebenden, sich zu öffnen. Für den 95-jährigen Manfred Rosenbaum endete seine Kindheit mit elf Jahren: Er kam ins Konzentrationslager Bergen-Belsen, wo er Dinge erleben musste, die ihn bis heute wütend machen. Der 81-jährige Mosche Frumin flüchtete mit seiner Familie nach Palästina. Für den 90-jährigen Wiener Künstler Arik Brauer zählen Verfolgung, Erniedrigungen und Flucht zu seinen prägendsten Kindheitserinnerungen, obwohl das Judentum in seiner Familie kaum eine Rolle spielte. Die 94-jährige Malwina Braun überlebte das Konzentrationslager Auschwitz und spricht bis heute kaum über ihre Erlebnisse.

"Es werden immer weniger Zeitzeugen von Jahr zu Jahr und deshalb wird es auch wichtiger, ihre Geschichten aufzuschreiben", so Alexandra Föderl-Schmid. Sie ist seit 2017 Israel-Korrespondentin der "Süddeutschen Zeitung" und durch ihre Arbeit erfahren im Umgang mit Opfern des NS-Regimes. Konrad Rufus Müller porträtiert seit einem halben Jahrhundert unter anderem Persönlichkeiten der Politik, wodurch er sich als "Kanzlerfotograf" einen Namen gemacht hat. Für ihn sind es die ersten Begegnungen mit Holocaustüberlebenden. Die Dokumentation "Die Zeugen – Eine Reise zu den letzten Überlebenden des Holocaust" ist nicht nur eine Recherche-Reise zu den letzten Opfern des Holocaust, sondern ein Plädoyer für das kollektive Erinnern und gegen das Vergessen. Er ermöglicht einzigartige Einblicke, die vielleicht schon bald nicht mehr möglich sein werden.

 

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags zeigt 3sat Filme und Dokumentationen, die sich mit den Ereignissen vor mehr als 70 Jahren und dem Leben danach beschäftigen.

Fotos zu dieser und weiteren 3sat-Sendungen im Rahmen des Internationalen Holocaust-Gedenktags finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Jessica Zobel
zobel.jwhatever@3sat.de
Mainz, 05. Dezember 2019
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