Der Schwur der Eidgenossen (Szene aus ""Wilhelm Tell") © ZDF/SRF/Stamm Film AG

"Erlesene Schweiz" - Der 3satThementag mit Literaturverfilmungen nach Schweizer Stoffen

Von "Wilhelm Tell" über "Homo Faber" bis "Der Goalie bin ig"

Am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag, zeigt 3sat einen Tag lang die Verfilmungen der Werke von Schweizer Autorinnen und Autoren - von Friedrich Schiller, Gottfried Keller über Johanna Spyri, Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt bis Pedro Lenz.

Film
ab
So 01. Aug
06:15 Uhr

9.55 Uhr

Wilhelm Tell - Burgen in Flammen

Spielfilm, Schweiz 1960

Regie: Michel Dickoff

Literarische Vorlage: Friedrich Schiller

Die Geschichte des Älplers Wilhelm Tell, der die Urschweiz von den österreichischen Landvögten befreit haben soll, inspirierte nicht nur Schiller, sondern auch Filmproduzenten. Das Drehbuch lehnt an die Chronik von Aegidius Tschudi aus dem 16. Jahrhundert an. Robert Freitag spielt den Nationalhelden, Leopold Biberti, Maria Becker und Hannes Schmidhauser sind in größeren Rollen zu sehen.

 

12.50 Uhr

Romeo und Julia auf dem Dorfe

Spielfilm, Schweiz 1941

Regie: Hans Trommer und Valérien Schmidely

Literarische Vorlage: Gottfried Keller

Als Kinder haben sie zusammen gespielt, als junge Leute haben sie sich ineinander verliebt. Aber die Bauernkinder Vreneli Marti und Sali Manz aus miteinander verfeindeten Familien dürfen nicht zusammenkommen. Hans Trommer und Valérien Schmidely haben Gottfried Kellers Novelle "Romeo und Julia auf dem Dorfe" 1941 verfilmt. Margrit Winter wurde in der Rolle des Vreneli über Nacht berühmt.

 

17.10 Uhr

Heidi

Spielfilm, Schweiz 1952

Regie: Luigi Comencini

Literarische Vorlage: Johanna Spyri

Das Waisenmädchen Heidi lebt mit seinem verbitterten Großvater, dem Alpöhi, auf der Alm. Am liebsten verbringt Heidi ihre Zeit mit dem Ziegenhirten Peter. Doch dann ändert sich ihr Leben. Der 1952 in Schwarz-Weiß gedrehte Spielfilm "Heidi" nach der Erzählung "Heidis Lehr- und Wanderjahre" von Johanna Spyri gilt noch heute als beste Adaption des Kinderbuchs.

 

20.15 Uhr

Homo Faber

Spielfilm, Frankreich/Deutschland/Griechenland 1991

Regie: Volker Schlöndorff

Literarische Vorlage: Max Frisch

Ingenieur Walter Faber ist ein äußerst rationaler Mensch, der nicht an Zufälle oder Vorhersehung glaubt. Ein Flug von Amerika nach Athen bringt seine Sicht auf das Leben ins Wanken. Volker Schlöndorff stellt in seiner Kinoadaption von Max Frischs gleichnamigem Roman "Homo Faber" nicht nur die an Sophokles' Tragödie "König Ödipus" erinnernde Liebesgeschichte ins Zentrum, sondern reichert diese auch mit den philosophischen und gesellschaftlichen Fragen an, die im Roman zu finden sind.

 

22.00 Uhr

Das Versprechen

Spielfilm, USA 2001

Regie: Sean Penn

Literarische Vorlage: Friedrich Dürrenmatt

Der Cop Jerry Black sollte in Rente gehen. Doch als ein achtjährige Mädchen geschändet und ermordet aufgefunden wird, verspricht er dessen Mutter, den Täter zu finden. Um dem Kindsmörder eine Falle zu stellen, freundet er sich mit der Serviererin Lori an und nimmt sie bei sich auf. Lori hat eine kleine Tochter, die Jerry als Köder benutzen will.  Ausgerechnet die Neuverfilmung durch den Hollywoodstar Sean Penn trägt der Literaturverfilmung Rechnung und bekam den Segen von Dürrenmatts Witwe Charlotte Kerr. Mit Jack Nicholson als Jerry Black.

 

0.00 Uhr

Der Goalie bin ig

Spielfilm, Schweiz 2013

Regie: Sabine Boss

Literarische Vorlage: Pedro Lenz

Lebenskünstler Ernst, von allen "Goalie" genannt, gespielt von Marcus Signer, kehrt nach einem Jahr im Gefängnis zurück in die Schweizer Kleinstadt Schummertal und ist voller guter Vorsätze. Doch kurz vor seinem neuen Glück holt ihn die Vergangenheit ein. "Der Goalie bin ig" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Pedro Lenz, einem der erfolgreichsten Schweizer Mundartromane der letzten Jahre, der Titelsong "Der Goalie" stammt aus der Feder von ZüriWest-Frontmann Kuno Lauener. Der Film gewann 2014 den Schweizer Filmpreis in den Kategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Bestes Drehbuch und Beste Filmmusik.

 

Die Übersicht zum 3satThementag "Erlesene Schweiz" finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 02. Juli 2021
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