Marina Abramovic während ihrer Performance in der Ausstellung "The Cleaner" in Belgrad im September 2019 © ap/Darko Vojinovic

Grenzenlos radikal

Die Performancekünstlerin Marina Abramović

44 Jahre lang hat Marina Abramović ihrer Heimat Serbien den Rücken gekehrt, eine Rückkehr hatte sie ausgeschlossen. Nun ist sie zurück in ihrer Heimatstadt Belgrad – mit ihrer Retrospektive "The Cleaner". Die Dokumentation "Grenzenlos radikal" stellt die international erfolgreiche Performance-Künstlerin und ihr Werk am Samstag, 16. November, 19.20 Uhr vor. Erstausstrahlung.

Kunst
Sa 16. Nov
19:20 Uhr
Erstausstrahlung

Seit 2017 hatten die serbische Premierministerin Ana Brnabic und der Direktor des zeitgenössischen Museums Belgrad, Slobodan Nakarada, alles darangesetzt, Abramovićs Ausstellung nach ihren Stationen in Stockholm, Oslo, Kopenhagen, Florenz, Bonn und zuletzt im polnischen Torun auch nach Belgrad zu holen. Denn das, so hieß es in einem offiziellen Statement, zeige auch den jüngeren Künstlern, dass der Staat ernsthaft die Absicht hat, Kunst und Kultur zu kultivieren und die Qualität des zeitgenössischen Schaffens zu fördern. Bei so viel Engagement willigte Abramović schließlich ein. 

Filmemacherin Nicolette Feiler-Thull nimmt die Zuschauer mit in Marina Abramovićs künstlerisches Universum, zeigt Ausschnitte aus ihren wichtigsten Performances im Rahmen der Ausstellung und spricht mit der Künstlerin selbst. Zu Wort kommen auch der Kurator der Schau in Belgrad, Slobodan Nakarada, und ein Weggefährte von Marina Abramović, Jerko Denegri. Im Alter von 29 Jahren verließ die heute 72-Jährige Jugoslawien. Sie hatte, wie sie in ihrer Autobiografie "Durch Mauern gehen" schrieb, die Nase voll vom Kommunismus. Sie ging zunächst nach Amsterdam, später nach New York, und kehrte nur zurück, um hin und wieder ihre Familie zu besuchen.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 31. Oktober 2019
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