Abas fährt seinen Bus als größten Besitz, in dem er sich und anderen Menschen in Kabul einen sicheren Ort vor der Gewalt bieten möchte (c) ZDF/Aboozar Amini

"Kabul, Stadt im Wind" - Dokumentarfilm von Aboozar Amini

Afghanistan 2018

Seit Jahrzehnten herrscht in Afghanistan Krieg. Islamistische Selbstmordattentate, Explosionen und Gewalt gehören für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt zum täglichen Leben. In dem Dokumentarfilm "Kabul, Stadt im Wind", in 3sat am Mittwoch, 15. September, 20.15 Uhr, erzählt Regisseur Aboozar Amini von zwei jungen Kindern und einem Busfahrer, die mitten im Chaos Normalität und Ruhe in ihrem Alltag suchen.

Dokumentarfilm
Mi 15. Sep
20:15 Uhr

Afshin ist zwölf Jahre alt und muss als Mann im Haus für seinen jüngeren Bruder Benjamin und seine Mutter sorgen. Sein Vater, ein ehemaliger Soldat, musste aus Sicherheitsgründen das Land verlassen, da seine Kaserne zum Ziel der Taliban wurde und er als einer der wenigen den Anschlag dort überlebte. Damit ist nun Afshin als ältestes Kind verantwortlich für die Familie, die Einkäufe und die undichten Stellen im Haus. Auf sich allein gestellt laufen die Brüder durch die Stadt, spielen und malen sich ihre Zukunft aus und sind zugleich gezwungen, schon früh erwachsen zu werden. Auch Busfahrer Abas, Mitte 40, muss sich durchschlagen und kämpft gegen den großen Schuldenberg, den er in den vergangenen Jahren angehäuft hat. Sein Bus ist sein größter und wertvollster Besitz, mit dem er nicht nur sich selbst, sondern auch anderen einen Schutzraum bietet. Doch zunehmend flüchtet sich Abas in seine Spiel- und Drogensucht und riskiert, seine einzige Lebensgrundlage zu verlieren.

 

Fotos zum Film finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 08. September 2021
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