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makro: Arm gegen Arm

Verteilungskampf am unteren Rand

Obdachlose, Rentner, Alleinerziehende, Geringverdiener, Migranten – immer mehr Menschen sind hilfsbedürftig und drängen in soziale Einrichtungen. Sozialarbeiter und Kommunen klagen, dass sie die Hilfe für die Anzahl der Menschen kaum noch bewältigen können. Behält die Politik diese Menschen noch im Blick? Und was wird unternommen, um die angespannte Situation zu entschärfen? Diesen Fragen geht die Dokumentation "makro: Arm gegen Arm - Verteilungskampf am unteren Rand" von Sebastian Galle und Manuela Christ am Dienstag, 28. September 2021, um 22.25 Uhr nach. 

Wissen
Di 28. Sep
22:25 Uhr

Auf dem freien Wohnungsmarkt steigen die Mietpreise immer weiter, immer mehr Menschen finden keine bezahlbare Wohnung. Was jahrelang vor allem auf die großen Ballungszentren zutraf, erfasst inzwischen auch den ländlichen Raum. Wegen der zunehmenden Wohnungsnot landen viele auf der Straße, allein in Berlin leben schätzungsweise 6000 Obdachlose. Die Verteilungskämpfe führen zu Ressentiments und Anfeindungen gerade gegenüber Einwanderern aus Osteuropa, die sich in Deutschland ein besseres Leben erhoffen, aber häufig keinen Zugang zum legalen Arbeitsmarkt finden. Tatsächlich aber würden viele Bereiche des öffentlichen Lebens ohne Zuwanderung aus dem Osten gar nicht mehr funktionieren.

Darüber hinaus haben durch die Coronapandemie rund 850.000 Menschen ihre Arbeit als Minijobber verloren. Dabei sind es inzwischen nicht nur Studenten und Niedriglohnempfänger, die auf diese Jobs angewiesen sind: Auch immer mehr ältere Menschen müssen sich im Alter etwas hinzuverdienen, um nicht in die Armut abzurutschen.  

Die Doku lief in einer längeren Fassung auf zdfinfo am 23.9.2021

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Maja Tripkovic
tripkovic.mwhatever@3sat.de
Mainz, 01. September 2021
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