Beliebter Baustoff: Beton © dpa/Paul Zinken

makro: Betonhunger

Das 3sat-Wirtschaftsmagazin über einen umstrittenen Baustoff

Er steckt in Häusern, Brücken, Tunneln und Straßen: Beton ist wirtschaftlich und vielseitig. Ein Baustoff der kurzen Wege. Mehrere Milliarden Kubikmeter Beton werden pro Jahr weltweit verbaut. Doch Beton ist so praktisch, dass er längst zum Problem geworden ist. "makro: Betonhunger" fragt am Dienstag, 17. März, um 22.25 Uhr, nach den Schattenseiten des Betonbooms und zeigt Lösungen dafür. Es moderiert Eva Schmidt. Erstausstrahlung.

Wissen
Di 17. Mär
22:25 Uhr
Erstausstrahlung

Der Bedarf am grauen Gold ist gigantisch und seine Herstellung aufwändig. Die Zutaten kommen alle aus der Natur: Zement, der aus Kalkstein und Ton besteht, plus Sand, Kies und Wasser. Beton ist verantwortlich für zirka 5 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Schuld daran ist der Zement, den man für die Betonherstellung benötigt. Bei dessen Herstellung fällt das Treibhausgas in großen Mengen an. Und auch die Rohstoffe für den Beton werden inzwischen bedrohlich knapp. Besonders Sand. Der wertvolle Baustoff scheint im Überfluss vorhanden. Doch für die Beimischung zum Beton muss er grobkörnig und kantig sein. Sand, den es so nur in Flüssen oder Gewässern gibt. Wüstensand mit seiner runden Körnung ist ungeeignet. Eine nachhaltige Alternative wäre das Recycling. Bei der Sanierung von Autobahnen, Brücken und beim Abriss von alten Gebäuden entsteht viel Betonabfall. Der Bauschutt wird wieder aufbereitet und als Baustoff verwendet. Doch es gibt nur wenig Recyclingfirmen und in den letzten Jahren entstanden nur vereinzelt Bauten aus Recyclingbeton.

"makro" zeigt, wie der Betonhunger erfolgreich gestillt werden kann.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Maja Tripkovic
tripkovic.mwhatever@3sat.de
Mainz, 03. Februar 2020
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