Wie frei ist unsere Bildung? © dpa/Julian Stratenschulte

makro: Bildung im Schlussverkauf

Das 3sat-Wirtschaftsmagazin zum Thema Bildung und Kommerz

Lehrermangel, Akademikerschwemme, schleppende Digitalisierung: Bildung hat in Deutschland viele Baustellen. Dazu kommt, dass die private Wirtschaft immer mehr Einfluss auf Inhalte nimmt. Welche Auswirkungen das hat, fragt "makro: Bildung im Schlussverkauf" am Freitag, 27. September, um 21.00 Uhr. Die Livesendung wird moderiert von Eva Schmidt.

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Fr 27. Sep
21:00 Uhr
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"makro" zeigt Beispiele auf, in welchen Bereichen Unternehmen sich engagieren: Sie sponsern Sportfeste, statten Schulen mit IT aus und entwickeln beispielsweise Unterrichtsmaterialien mit Firmenlogos. Der staatliche Bildungsauftrag könne damit nicht mehr frei sein von unternehmerischen Interessen, kritisiert Bildungsexperte Tim Engartner.

Die Studenten der Jacobs University Bremen kommen aus aller Welt: Die private Hochschule ist fächermäßig breit aufgestellt ist und dort können nahezu alle Grade absolviert werden. 20 000 Euro Gebühren plus 6 000 Euro für Kost und Logie müssen Studenten für ein Studienjahr zahlen. Somit ist die JUB ein Wirtschaftsunternehmen, wie viele andere private Schulen in Deutschland auch.

Im Raum Mannheim und Ludwigshafen engagiert sich der deutsche Chemiekonzern BASF in Sachen Bildung, beispielsweise im Bereich der frühen Bildung und bei der Fortbildung für Lehrkräfte. BASF ist kein Einzelfall. "makro" hinterfragt, welche Interessen hinter diesem Engagement der Unternehmen stecken.

Lernen mit YouTube wird immer populärer. Es gibt kaum noch Schüler und Studenten, die nicht auf das digitale Videoportal zurückgreifen. Auch Lehrer nutzen das Medium immer öfter. Aber mit YouTube ist immer Werbung verbunden. Doch es gibt auch andere Anbieter von Lernvideos, die nicht kommerziell sind.

"makro" stellt außerdem die Chancen eG vor, die von zwei jungen Unternehmern gegründet wurde. Das Unternehmen gibt Bildungsanleihen aus und möchte mit diesem Geld junge Menschen unterstützen, die an privaten Hochschulen studieren möchten aber kein Bafög bekommen.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Maja Tripkovic
tripkovic.mwhatever@3sat.de
Mainz, 08. Juli 2019