Die Lufthansa ist durch die weltweite Corona-Pandemie in eine massive finanzielle Schieflage geraten © dpa/Boris Roessler

makro: Luftfahrt am Boden

Eine Dokumentation von Sascha Dünnebacke und Steffi Cassel

Der Flughafen Frankfurt ist in diesen Tagen nicht wieder zu erkennen. Wo sonst mehr als 80.000 Menschen arbeiten und im Jahr über 70 Millionen Passagiere ein- und aussteigen, herrschen Stillstand und gespenstische Ruhe. Die Corona-Pandemie hat die Luftfahrt nahezu zum Erliegen gebracht. "makro: Luftfahrt am Boden" blickt am Dienstag, 2. Juni 2020, um 22.25 Uhr, auf die Herausforderungen, mit der die Branche zu kämpfen hat. 

Wissen
Di 02. Jun
22:25 Uhr
Erstausstrahlung

An den Flughäfen herrscht Stillstand, bei den Airlines Existenzangst. Allein in Deutschland bangen Zehntausende Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz. Zwar werden Reisebeschränkungen langsam gelockert, doch eine Rückkehr zu einem Flugbetrieb, wie er vor der Pandemie existierte, ist noch lange nicht in Sicht. 

Die Landebahn Nordwest in Frankfurt wurde für den Flugbetrieb gesperrt: Sie dient im Moment als Parkplatz für nicht benötigte Maschinen. Die Mitarbeiter der Vorfeldkontrolle, Techniker und Terminal-Manager - alle sind in Kurzarbeit, denn ohne normalen Flugbetrieb ist für sie hier wenig zu tun.

Die Lufthansa verliere eine Million Euro Liquidität – pro Stunde, bilanzierte Vorstandschef Spohr im April. Ohne staatliche Hilfe könne man die Krise nicht bewältigen. Für die Kranich-Linie wurde nun ein neun Milliarden schweres Rettungspaket geschnürt. Die Chance für einen Neustart. Doch zu welchen Bedingungen? Kann die Branche einfach so weitermachen wie vor Corona?

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Maja Tripkovic
tripkovic.mwhatever@3sat.de
Mainz, 29. Mai 2020