Der Handelsstreit der USA mit China bleibt ungelöst © dpa/epa/Bradshaw, Adrian

makro: Weltwirtschaft in Gefahr

Das 3sat-Wirtschaftsmagazin über den Handelsstreit der USA mit China

China produziert - die USA konsumieren. Diese Arbeitsteilung will US-Präsident Trump mit aller Macht aufkündigen. Peking sieht sich dadurch gezwungen, seine Wirtschaft schneller umzubauen. Von der Werkbank der Welt zum Technologieführer der Welt.

Wissen
Fr 15. Nov
21:00 Uhr
Live

Wie groß ist die Abhängigkeit der Welt und Deutschlands von einer guten Handelsbeziehung zwischen den USA und China? Der Frage geht das 3sat-Wirtschaftsmagazin "makro" in der Sendung "Weltwirtschaft in Gefahr" am Freitag, 15. November um 21.00 Uhr nach.Die Livesendung wird moderiert von Eva Schmidt.

Noch nie wurden so viele Waren aus China in die USA eingeführt. Waren es früher vor allem billiges Spielzeug und Textilien, steht heute Elektronik ganz oben auf der Einkaufsliste der Amerikaner. Handys im Wert von 72 Milliarden und Computer für 47 Milliarden US-Dollar importierten die USA im Jahre 2018 aus China, so viel wie China insgesamt aus den USA importiert hat. Sojabohnen, die China wegen der US-Strafzölle nicht mehr abnimmt, fallen dagegen kaum ins Gewicht.

Deutschland hat als Exportnation wie kaum ein anderes Land Jahrzehnte lang vom Freihandel und der Globalisierung profitiert. Fast jeder vierte Arbeitsplatz hängt heute von der Weltwirtschaft ab. Der Handelsstreit der USA mit China bleibt ungelöst. Auch hierzulande stehen Wohlstand und Arbeitsplätze auf dem Spiel. Der neue Protektionismus beschwört eine globale Rezession herauf. 

Andererseits ist auch die einfache globale Rechnung, man müsse nur Waren, Arbeit und Kapital frei fließen lassen, dann entstehe überall auf der Welt ein breiter Wohlstand, nicht aufgegangen. Viele glauben auch nicht mehr an den Segen der Globalisierung.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Maja Tripkovic
tripkovic.mwhatever@3sat.de
Mainz, 26. September 2019