"Colas de hambre" – "Hungerschlangen". In Kirchengemeinden und Nachbarschaftsinitiativen verteilen Freiwillige Lebensmittelspenden an Bedürftige. Allein in Madrid sind geschätzt 100.000 Menschen darauf angewiesen © ZDF/HR

Spaniens Kampf mit Corona

Reise durch ein verändertes Land

Katastrophale Zustände in Krankenhäusern, leere Innenstädte und Tage mit bis zu tausend Toten: In kaum einem Land hat Corona solche verheerende Spuren hinterlassen wie in Spanien. Filmautorin Natalia Bachmayer ist durch ein erschüttertes Land gereist. Die Dokumentation "Spaniens Kampf mit Corona" erzählt vom Leben zwischen Albtraum und Aufbruch - die Chronik eines Landes im Ausnahmezustand. In 3sat am Montag, 27. Juli, um 19.20 Uhr. 

Dokumentation
Mo 27. Jul
19:20 Uhr

Die Epidemie hat den Menschen in Rekordgeschwindigkeit genommen, was ihr Leben ausmacht: den engen Zusammenhalt der Großfamilie, die Begrüßungen mit Küsschen und Umarmungen, das lärmende Leben draußen - auf der Straße, in Parks, Cafés und Restaurants.

Natalia Bachmayer hat Menschen wie David getroffen, der den Tod seiner Großmutter nicht verwinden kann - sie starb allein im Krankenhaus. Wegen der Ansteckungsgefahr durfte niemand aus der Familie zu ihr. "Das verfolgt uns", sagt er. Oder Aura, die als Migrantin mit vielen Träumen nach Spanien kam und nun in einer der vielen "Hungerschlangen" nach Lebensmitteln ansteht. Die Reporterin hat aber auch erlebt, wie die Krise in einem Madrider Viertel aus Nachbarn Freunde gemacht hat. Sie hat Ortsvorsteher Miguel besucht, der jahrelang um mehr Aufmerksamkeit für seine winzige Kanareninsel La Graciosa gekämpft hat - und sich nun freut, dass sie wundersam vom Virus verschont geblieben ist: Dort ist kein einziger Covid-Fall bekannt. 

ZDF
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3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 20. Juli 2020
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