Dem Wasser zum Trotz: das letzte Haus einer Ortschaft an der Nordküste Javas, Indonesien. (c) ZDF & Jean Schablin

"Steigende Pegel – wenn das Wasser kommt" und "scobel - Die Wasserkrise"

"Wissenschaft am Donnerstag" mit Dokumentation und einer Ausgabe des Wissenstalks "scobel"

Steigende Meeresspiegel einerseits, Wassermangel andererseits: Diesen Themenkomplexen widmet sich "Wissenschaft am Donnerstag" am Donnerstag 12. Dezember, ab 20.15 Uhr: Die Dokumentation "Steigende Pegel – wenn das Wasser kommt" beleuchtet, welche Vorkehrungen Küstenstaaten treffen und welche Konsequenzen ein Anstieg des Meeresspiegels global hat. Im anschließenden Wissenstalk "scobel - Die Wasserkrise", um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen über den Umgang mit dem Wasser und sucht nach Perspektiven für eine Wiederverwendung des Rohstoffs. Erstausstrahlungen.

Wissenschaft am Donnerstag
Do 12. Dez
20:15 Uhr
Erstausstrahlungen

Wie hoch werden die Ozeane infolge des Klimawandels ansteigen? Die Prognosen über den Meeresspiegelanstieg sind umstritten. Die entscheidende Frage lautet: Wie entwickeln sich Grönland und die Antarktis? Die Wissenschaft beginnt gerade erst, die komplexe Dynamik in ihre Prognosen einzurechnen. Über die Konsequenzen für ihre Bevölkerung werden sich die Küstenstaaten allmählich klar. Schätzungen, die noch vor wenigen Jahren als Panikmache galten, liegen nun im Bereich des Möglichen: Bereits im Jahr 2100 könnten die Küsten unseres Planeten anders aussehen. Die Ergebnisse entscheiden darüber, wie sich die Küstenanrainer auf die bevorstehende Bedrohung vorbereiten. Bis zu welchem Anstieg können sie sich schützen? Und ab wann werden sie darüber nachdenken müssen, Gebiete aufzugeben, weil die Kosten des Schutzes nicht mehr im Verhältnis zu dem stehen, was geschützt werden soll? Schon jetzt haben Staaten wie Großbritannien beschlossen, ganze Regionen aufzugeben. Alexander Lahl und Max Mönch machen in ihrer Dokumentation "Steigende Pegel – wenn das Wasser kommt" eine Bestandsaufnahme.

Die Ressource Wasser ist überlebensnotwenig für Tiere, Pflanzen und Menschen. 2010 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Recht auf Wasser als Menschenrecht anerkannt. Laut dem neusten UN-Weltwasserbericht haben mehr als zwei Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem und ständig verfügbarem Trinkwasser. Trinkwasser wird vorwiegend aus Grundwasser und Quellen gewonnen. Wenn diese in mehreren Regionen der Erde geplündert werden, sind Migrationsbewegungen und Wasserkrisen in einem noch größeren Ausmaß zu erwarten als bisher. Die Vereinten Nationen schätzen in ihrem Wasserbericht, dass der Bedarf an Wasser bis 2050 um mehr als die Hälfte steigen wird. Hinzu kommt, dass sich der Klimawandel auf das Absinken und Verunreinigung des Grundwassers auswirken könnte. Wird Wassermangel nicht nur durch wirtschaftliche Produktionsweisen und persönliche Verschwendung, sondern auch durch einen menschengemachten Klimawandel ausgelöst? Welche Einsparmöglichkeiten gibt es für die Verwendung von Wasser im Alltag und welche Modelle gibt es für ein Wasser-Recycling? Diese und andere Fragen diskutiert Gert Scobel in "scobel - Die Wasserkrise" mit seinen Gästen Jörg Drewes, Lehrstuhlinhaber an der TU München für Siedlungswasserwirtschaft, Dieter Gerten, Geograph und Professor für Klimasystem und Wasserhaushalt im Globalen Wandel an der Humboldt-Universität zu Berlin, und Claudia Pahl-Wostl, Professorin für Ressourcenmanagement am Institut für Umweltsystemforschung an der Universität Osnabrück.

 

Beide Sendungen sind 5 Jahre ab Sendedatum in der 3sat-Mediathek abrufbar.

 

In 3sat steht der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um jeweils 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen zum Thema.

 

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3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 31. Oktober 2019
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