Der Glacier Express startet seine achtstündige Fahrt nach St. Moritz am Fuße des Matterhorns ("Traumhafte Bahnstrecken der Schweiz, Folge 3) © ZDF/SRF, Mediafisch

Vierteilige SRF/3sat-Reihe: "Traumhafte Bahnstrecken der Schweiz"

Durch die Schweiz auf Schienen

Täglich bringen Schweizer Züge Hundertausende von Fahrgästen sicher und schnell bis in die entlegensten Winkel des Landes. Unzählige Tunnel und Viadukte führen durch die Alpen. Ohne sie wäre das Bergmassiv zwischen Nord- und Südeuropa noch heute unüberwindbar. Die Reise mit der Eisenbahn hat Zukunft und steht zugleich für Nostalgie, Romantik und Abenteuer. Am Montag, 9., und Montag, 16. November, ab 20.15 Uhr ist in 3sat die vierteilige Dokumentation "Traumhafte Bahnstrecken der Schweiz" (Erstausstrahlungen) zu sehen, die in aufwändigen Landschaftsbildern außergewöhnliche Bahnstrecken und Züge vorstellt und von den Menschen erzählt, die im Zug und an den Strecken leben und arbeiten: Mit dem Gotthard Panorama Express führt die Reise vom Vierwaldstättersee ins Tessin, im Goldenpass Belle Époque von Montreux ins Berner Oberland, im Glacier Express von Zermatt nach St. Moritz und vom Dreiseenland durchs Lavaux bis nach Genf.

Dokumentationen
ab
Mo 09. Nov
20:15 Uhr
Erstausstrahlungen

Die erste Folge am Montag, 9. November, 20.15 Uhr, führt im Gotthard Panorama Express vom malerischen Vierwaldstättersee durch den alten Gotthardtunnel gen Süden. Auf seinem Weg nach Lugano bietet der Panoramazug eindrückliche Ausblicke auf die sonnenverwöhnten Dörfer und Landschaften des Tessins. Ein wichtiger Mann an Bord des Gotthard Panorama Express ist René Flaim. Der 49-Jährige ist seit vier Jahren Reiseleiter, kennt jede Kurve, jeden Bahnhof und unzählige Anekdoten aus der Gotthardregion. Im Tessin hat René Flaim mit seiner Familie eine neue Heimat gefunden und zeigt uns das beschauliche Dorf Calonico oberhalb des Leventina Tals. Nach zweieinhalb Stunden erreicht der Gotthard Panorama Express seinen Zielbahnhof in Lugano an einem der schönsten Seen der Schweiz mit Blick nach Italien.

Im Anschluss, um 21.05 Uhr, geht es in der zweiten Folge im Goldenpass Belle Époque vom palmengesäumten Ufer in Montreux durch voralpine Landschaften nach Zweisimmen im Berner Oberland. Zwei Stunden dauert die Fahrt, zweimal am Tag schlängelt sich der legendäre Goldenpass Belle Époque, ein Nachbau im Stil des Golden Mountain Pullman Express aus den 1930er Jahren, durch die Weinberge des malerischen Lavaux und passiert dabei auch die historischen Werkstätten der MOB (Compagnie du chemin de fer Montreux Oberland Bernois) in Chernex. Lokführer Maxim Lenoir steuert den Goldenpass Belle Époque mit viel Fingerspitzengefühl. Gstaad ist mit 1049 Metern über dem Meeresspiegel einer der höchsten Orte auf der Strecke des Luxuszuges. Nachdem Gstaad 1905 an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde, entwickelte sich das kleine Dorf zu einem mondänen Ort für den internationalen Jetset, in dem nicht nur Elizabeth Taylor und Richard Burton zu Gast waren.

 

In der dritten Folge, am Montag, 16. November, geht es ab 20.15 Uhr im Glacier Express von Zermatt, am Fuße des Matterhorns, nach St. Moritz. Der "langsamste Schnellzug der Welt" schlängelt sich über 291 Brücken und durch 91 Tunnel auf seiner achtstündigen Fahrt durch die Kantone Wallis, Uri und Graubünden. Seit einem Jahr bietet der Zug seinen Passagieren eine neue Luxus-Klasse, genannt "Excellence". Kim Varela Maneta kümmert sich als Concierge um das Wohlbefinden der Gäste, sein Kollege zaubert in der Küche Essen für hungrige Touristen. Über den Oberalppass geht es weiter nach Graubünden. Zwischen Disentis und Chur passiert der Zug schließlich die spektakuläre Rheinschlucht, wo Bahn-Fotograf Tibert Keller in einem ehemaligen Bahnwärterhäuschen lebt und zeigt, wie er seine spektakulären Fotos macht. Nachdem der Zug das weltberühmte Landwasserviadukt zwischen Chur und Filisur überquert hat, trifft das Filmteam in Samedan Armin Brügger und seine Kollegen vom "Club 1899". Mit viel Liebe und Leidenschaft restaurieren sie historische Bahnen.

Vom Dreiseenland durch das Lavaux bis nach Genf geht es im Anschluss um 21.05 Uhr in der vierten und letzten Folge. Noch weitgehend unbekannt ist die sogenannte Jurasüdfusslinie, die entlang der französischen und deutschen Sprachgrenze führt. Am Bielersee beginnt die Reise. Der Zug passiert die Südhänge des Juras, wo die Sonne die Weinreben kräftig gedeihen lässt. Danach geht es weiter entlang des Neuenburgersees durch das "Grosse Moos", die Gemüsekammer der Schweiz. In Murten lebt der 13-jährige Leonard Riesen. Er ist der jüngste Museumsdirektor der Schweiz und sammelt Bahnutensilien für seine Ausstellung. Nach dem Tunnel bei Puidoux eröffnet sich dem Zugreisenden ein magischer Anblick: Im Vordergrund die Weinreben des Lavaux, dahinter schimmert blau der Genfersee, und in der Ferne zeigen sich die verschneiten Hänge des Montblancs. Die Weinberg-Terrassen des Lavaux zählen seit 2007 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Familie von Christelle Conne betreibt hier seit Generationen ein Weingut und erlaubt einen Blick hinter die Kulissen. Ein Stück der Reise geht es mit dem historische Belle-Époque-Zug von Blonay nach Chamby. Mit an Bord ist der Zugchef Alain Candellero. Seit 1982 ist er Mitglied des Museumsvereins, der die Bahn betreibt. Ab Vevey geht es weiter, diesmal auf dem Wasser und per Dampfschiff bis nach Morges. Für die letzte Etappe geht es wieder auf die Schienen entlang des Lac Léman hinunter bis nach Genf.

 

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ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 17. September 2020
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