Northern Resident Schwertwale mit Expeditionsschiff Tomorrow © Mathieu Preville

"WissenHoch2" mit der Doku über "Die Sprache der Wale" und "scobel - Rätselhaftes Bewusstsein"

Die Sprache der Tiere zu verstehen, ist ein uralter Menschheitstraum. Seit jeher versuchen Wissenschaftler dieses Geheimnis zu lüften und zu erforschen, ob Tiere Bewusstsein haben. Und wenn ja: Inwieweit unterscheidet es sich von dem der Menschen? Mit diesen beiden Themen beschäftigt sich am Donnerstag, 1. April 2021, ab 20.15 Uhr, in "WissenHoch2" die Dokumentation "Die Sprache der Wale" von Volker Barth und um 21.00 Uhr die Sendung "scobel – Rätselhaftes Bewusstsein". 

WissenHoch2
ab
Do 01. Apr
20:15 Uhr

Biologen sind sich einig darin, dass Tiere miteinander kommunizieren. Doch welche Bedeutung haben beispielsweise die typischen Laute und akustischen Signale der Wale - ähneln sie der menschlichen Sprache? Schwertwale leben in kleinen Familien, in denen sie sich über eigene Lautdialekte verständigen. Ein Forscherteam der Uni Erlangen um Elmar Noeth und Rachael Cheng sammelt im kanadischen Pazifik drei Jahre lang Bewegungs- und Schalldaten verschiedener Schwertwalfamilien, um einen möglichen Zusammenhang zwischen Rufmustern und ihrem Verhalten zu untersuchen. Mit speziellen Mikrofonen nehmen sie den Unterwasserschall auf und beobachten das Verhalten der Meeressäuger. Sie versuchen, ihre Position zu bestimmen und die Walrufe zu klassifizieren. Der Einsatz von KI an unbekannten Kommunikationssystemen bleibt nicht ohne Schwierigkeiten, zeigt jedoch bereits auf, dass sich unser Verständnis hochkommunikativer Tierarten in den nächsten Jahren wandeln wird. Die Dokumentation "Die Sprache der Wale" von Volker Barth begleitet die Forscher bei ihrer Expedition in den pazifischen Ozean.

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt die Sendung "scobel - Rätselhaftes Bewusstsein". Oktopoden sind sie zu erstaunlichen Leistungen fähig: Sie knacken Kokosnüsse, können kleinste Behältnisse verlassen, erkennen Menschen wieder, können ihre Farbe innerhalb von Sekunden ändern und sich sogar optisch in Felsbrocken verwandeln. Ihre 500 Millionen Neuronen nutzen sie dabei äußerst effektiv und auch noch dezentral: Sie verfügen über neun Gehirne. Die Evolution also hat ein System hervorgebracht, das auch bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz eine Rolle spielen kann. Wie steht es aber um die Entwicklung des Bewusstseins beim Oktopus? Was ist unser Bewusstsein, wo entsteht es und wie grenzen Menschen ihr Bewusstsein von dem der Tiere ab? Darüber diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven, Matthias Kaschube, Professor für Computertechnik und Mathematik an der Goethe-Universität Frankfurt, sowie Michael Pauen, Professor für Philosophie an der Humboldt-Universität.

 

Beide Sendungen sind bis zum 28. Oktober 2025 in der 3satMediathek abrufbar.

 

"WissenHoch2" - ein Thema, zwei Formate: Um 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante wissenschaftliche Fragen, um 21.00 Uhr diskutiert Gert Scobel zum gleichen Thema mit einem interdisziplinären Team von Expertinnen und Experten.

 

Fotos finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 02. März 2021
Sendetermine
Das könnte Sie auch interessieren