Bei der Erschließung eines Neubaugebietes kommt alter Müll zum Vorschein - eine alte Bürgermeisterdeponie. Sie muss aufwändig saniert werden, bevor gebaut werden kann © ZDF/Merlin Krumme

"WissenHoch2" über gefährlichen Müll und die Rohstoffkrise

Mit einer Wissenschaftsdoku und einer Ausgabe von "scobel"

Bis in die 1970er Jahre hat jede Gemeinde ihren Abfall dorthin gekippt, wo gerade Platz war. Welcher Müll wo genau liegt, bleibt bis heute oft unklar – und das ist eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit. "WissenHoch2" beschäftigt sich am Donnerstag, 3. März, in der Dokumentation "Gefährlicher Müll – verborgene Deponien der Gemeinden" mit solchen problematischen Müllkippen. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt die Sendung "scobel – Die große Rohstoffkrise". Darin diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen unter anderem darüber, wie eine gerechte Verteilung von Rohstoffen aussehen könnte. Die Sendungen sind Teil des 3sat-Programms zu "50 Jahre 'Grenzen des Wachstums'" Erstausstrahlungen. 

WissenHoch2
ab
Do 03. Mär
20:15 Uhr
Erstausstrahlungen

In Deutschland existieren schätzungsweise bis zu 100.000 sogenannter Bürgermeister-Deponien. Ob diese Müllkippen im Altlastenkataster der Gemeinden eingetragen sind und wer für die Sanierung haftet, ist oft unklar. Während die Deponierung und Wiederverwertung heutzutage bis ins Kleinste geregelt sind, war man damals froh, die Abfälle einfach irgendwo entsorgen zu können. In den Jahren des Wirtschaftswunders wuchsen die Müllmengen immer weiter an Viele dieser unkontrollierten Kippen sind nach Jahrzehnten noch problematisch und belasten heute das Grundwasser durch Schadstoffe oder setzen giftige Deponiegase frei. Die Altlasten sind nicht nur ein Gesundheitsrisiko, sie sind auch völlig wertlos für das Rohstoffrecycling. Doch die Sanierung solcher Flächen kostet schnell viele Millionen Euro.

In Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt im Rahmen von "WissenHoch2" die Sendung "scobel - Die große Rohstoffkrise". Immer mehr Staaten konkurrieren um knappe Rohstoffe - und das mit allen Mitteln. Längst sind Rohstoffe Grund für politische Krisen. Waren in den vergangenen 50 Jahren Öl und Gas die wichtigsten Rohstoffe, wird mit fortschreitender Technologisierung weltweit um seltene Erden, Sand, Holz und Stahl gekämpft. Wer aber hat Anspruch auf die weltweiten Ressourcen? Wie müsste eine Verteilung aussehen, von der alle gleichermaßen profitieren? Können neue Technologien und Verfahren den Mangel verringern? Und kann es sich die Menschheit überhaupt leisten, wertvolle Materialien auf den Müll zu werfen, statt sie möglichst effizient wiederzuverwerten? Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen über die Ursachen der Rohstoffkrise und zeigt innovative Auswege.

Die Gäste der Sendung sind: 

Mathis Wackernagel, Präsident der Organisation Global Footprint Network
Prof. Ralph Watzel, Leiter der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW Bank – über die Grenzen des Wachstums.

 

"WissenHoch2" – ein Thema, zwei Formate: Um 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante wissenschaftliche Fragen; um 21.00 Uhr diskutiert Gert Scobel das Thema mit seinen Gästen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen.

 

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Hauptabteilung Kommunikation
Dokumentation und Reportage

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@zdf.de
Mainz, 25. Januar 2022
Sendetermine
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