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"WissenHoch2" über personalisierte Ernährung

Mit einer Wissenschaftsdoku und einer Ausgabe von "scobel"

Aktuelle Studien gehen davon aus, dass Menschen Kohlenhydrate, Fette und Proteine unterschiedlich verwerten. Kann eine personalisierte Ernährung die Leistungsfähigkeit steigern und beim Abnehmen helfen? Der Trend geht zur Individualisierung. "WissenHoch2" zeigt am Donnerstag, 21. April 2022, um 20.15 Uhr, in der Dokumentation "Mein Essen und ich: Personalisierte Ernährung" von Andrea Schäfer und Marilena Schulte, wie die Wissenschaft weltweit an diesem Thema arbeitet. Im Anschluss daran, um 21.00 Uhr, folgt die Sendung "scobel" zum Thema "Ernährung: Trends und Mythen". Darin diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen, wie gesunde Ernährung heute aussehen kann. 

WissenHoch2
ab
Do 21. Apr
20:15 Uhr
Erstausstrahlungen

Können DNA-Tests und Analysen des Mikrobioms die ideale Ernährung für die Gesundheit bestimmen? Dass erhöhte Blutzuckerwerte zu Übergewicht führen und Diabetes mellitus Typ 2 auslösen können, wissen viele Menschen. "Weitaus weniger bekannt ist, dass es bei jedem Menschen andere Lebensmittel sind, die den Blutzuckerspiegel nach oben treiben", sagt Prof. Christian Sina, Direktor des Instituts für Ernährungsmedizin am Uniklinikum Schleswig-Holstein. Für "WissenHoch2" lässt er seine These prüfen. Vier Probanden kontrollieren zwei Wochen lang ihren Blutzuckerspiegel und dokumentieren, wie dieser auf verschiedene Lebensmittel reagiert.

Der Grundstein für diese Forschung wurde in Israel gelegt. Prof. Eran Elinav vom Weizmann Institut in Rehovot entwickelte einen Algorithmus, der mithilfe von Stuhlprobenanalysen individuelle Ernährungsempfehlungen erstellt. Unsere Darmbakterien scheinen nicht nur darüber zu bestimmen, welche Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen, sondern auch, zu welcher Tageszeit.

DNA-Analysen zur Erstellung personalisierter Diätpläne werden in Deutschland bereits seit einigen Jahren angeboten, allerdings kritisieren Verbraucherschützer und Wissenschaftler die mangelnde Evidenz. An der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Heilbronn baut Prof. Katja Lotz ein interdisziplinäres Forschungsnetzwerk auf. Die Ökotrophologin will herausfinden, wie groß das Potenzial einer personalisierten Ernährung ist.

In Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt im Rahmen von "WissenHoch2" die Sendung "scobel - Ernährung: Trends und Mythen". Gesunde Ernährung heißt für jeden Menschen etwas anderes. So individuell wie die Menschen äußerlich sind, so individuell sollte auch der Essenplan sein. Es gibt nicht die eine gute Ernährungsweise, die für alle gleich wirkt. Wer sich richtig ernähren will, muss gut in seinen Körper hineinhören und seine Ernährung individuell anpassen. Denn Faktoren wie Autoimmunkrankheiten können gesunde Ernährung kompliziert machen.

Die Vorfahren des modernen Menschen, die Neandertaler, hatten es mit der Auswahl ihrer Ernährung ziemlich einfach: Auf ihrer Speisekarte stand hauptsächlich Fleisch oder Fisch. Die Ernährungsmöglichkeiten des modernen Menschen haben sich aber gewaltig geändert. Das globale Essensangebot ist so divers, wie es die Menschen sind. Wissenschaftliche Kenntnisse darüber, wie Ernährung auf den menschlichen Körper wirkt, machen die gesunde Essensauswahl nicht mehr so leicht. Ernährungstrends wie vegane, vegetarische oder frutarische Nahrung können ethische wie gesundheitliche Hintergründe haben. Autoimmunkrankheiten wie Diabetes oder Glutenunverträglichkeit schränken die freie Essensauswahl ein.

Wie ernährt sich der moderne Mensch denn nun richtig? Sollte man sich vor der Nahrungsaufnahme einer DNA-Analyse unterziehen? Kommt die Ernährung der Zukunft aus dem Labor oder dem 3-D-Drucker? Über diese und viele andere Aspekte gesunder Ernährung diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen.

 

Bilder zu den Sendungen finden Sie hier

 

"WissenHoch2" – ein Thema, zwei Formate: Um 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante wissenschaftliche Fragen; um 21.00 Uhr diskutiert Gert Scobel das Thema mit seinen Gästen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen.   

Hauptabteilung Kommunikation
Dokumentation und Reportage

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@zdf.de
Mainz, 02. März 2022
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