Schwimmtraining für Fortgeschrittene: ein Strömungskanal auf Teneriffa. (c) ZDF und Oliver Glück

"WissenHoch2" über Schwimmen und die "Magie des Atmens"

Mit einer Wissenschaftsdoku und einer Ausgabe von "scobel"

Wasser ist für die Menschheit wichtigstes Gesundheits- und Lebenselixir. Doch immer weniger Menschen können schwimmen. Nicht nur die Schwimmkompetenz geht verloren; auch andere Kulturtechniken verschwinden – und werden durch neue ersetzt. Mit diesem Wandel beschäftigt sich am Donnerstag, 23. Juni 2022, "WissenHoch2". Um 20.15 Uhr zeigt 3sat die Wissenschaftsdokumentation "Überleben im Wasser. Von der Kulturtechnik des Schwimmens" (Erstausstrahlung) von Christian Bock, im Anschluss, um 21.00 Uhr, beschäftigt sich auch Gert Scobel in seiner Sendung mit der "Magie des Atmens". 

WissenHoch2
ab
Do 23. Jun
20:15 Uhr
Mit einer Erstausstrahlung

Lange Wartelisten, geschlossene Bäder: Fachverbände schlagen Alarm. Fast zwei Drittel der Zehnjährigen sind Nichtschwimmer, mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung kann nur mittelmäßig bis gar nicht schwimmen Dabei sind Schwimmen und Training im Wasser nicht nur ein umfassendes Heilmittel und noch immer Breitensport, sondern allem voran auch eine Fähigkeit, die Leben retten kann. "Der Mensch hat eine ganz wesentliche Phase seiner Entwicklungsgeschichte im Wasser verbracht", sagt der Evolutionsbiologe Carsten Niemitz. In seiner ebenso revolutionären wie umstrittenen Theorie beschreibt er, dass der Mensch den aufrechten Gang in nährstoffreichen Ufergewässern gelernt haben könnte. Meik Spiller vom Maritimen Kompetenzzentrum im niedersächsischen Elsfleth bringt Berufsschülern nautischer Berufe bei, Überlebensanzüge und Rettungsinseln zu benutzen - in einem Becken, das Sturm, hohe Wellen und Gewitter simulieren kann. Dass Schwimmen und der Kontakt mit Wasser positive gesundheitliche Effekte haben, ist gut belegt. Übergewichtige Menschen etwa haben in Therapiebecken oft die einzige Möglichkeit für eine erfolgversprechende Rehabilitation. Und Eisschwimmen beugt einer britischen Studie zufolge sogar einer Alzheimer-Erkrankung vor.

Gert Scobel beschäftigt sich im Anschluss um 21.00 Uhr sich mit dem Atmen. Über den physischen Vorgang machen sich die wenigsten Menschen Gedanken. Atmen geschieht meist unbewusst, etwa 20.000 Mal täglich. Dabei hat eine ganz bewusste Atmung viele positive Effekte auf Körper und Geist. Gerade in stressigen Zeiten wird der Atem flacher und kürzer – mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Gesundheit. Buddhisten, Yoga-Lehrer und Lungenärzte setzen sich schon lange für das bewusste Atmen ein. Denn eine entspannte und tiefe Bauchatmung stimuliert die inneren Organe, verbessert den Stoffwechsel und hat eine positive Auswirkung auf die seelische Verfassung. Über diese und viele andere Aspekte des Atmens diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen diskutieren. Im Studio begrüßt er die aktuelle Weltrekord-Halterin im Apnoe-Tauchen Jennifer Wendland aus Essen, der Psychologe, Meditationsforscher und Buchautor Dr. Ulrich Ott sowie Dr. Wolfram Windisch, Chefarzt der Pneumologie an der Lungenklinik Köln-Merheim.

 

"WissenHoch2" – ein Thema, zwei Formate: Um 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante wissenschaftliche Fragen; um 21.00 Uhr diskutiert Gert Scobel das Thema mit seinen Gästen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen.

 

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Dokumentation und Reportage

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@zdf.de
Mainz, 06. Mai 2022
Sendetermine