Treppenhaus des Museum Küppersmühle, Duisburg © ZDF und SWR/MKM/Simon Menges

"Museums-Check mit Markus Brock" im Duisburger Museum Küppersmühle für Moderne Kunst

Der Blick hinauf in den Silo-Turm ist atemberaubend. Wo früher Getreide lagerte, ist heute hochkarätige Nachkriegskunst zu bewundern, von Anselm Kiefer bis Rosemarie Trockel. Im September 2021 wurde der Erweiterungsbau des MKM, Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg eröffnet. Am Sonntag, 24. April 2022, um 18.30 Uhr, begrüßt Markus Brock im "Museums-Check" als prominenten Gast Schauspielerin Anna Schudt. 

Kunst
So 24. Apr
18:30 Uhr
Erstausstrahlung

Außen Backstein, innen White Cube - das MKM vereint Industriedenkmal mit moderner Architektur. Wie schon beim Umbau der Küppersmühle zum Museum 1999, haben sich die Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron am historischen Gebäude von 1908 orientiert. Den Zugang zum markanten Anbau mit Backsteinfassade schufen sie durch die Öffnung der Silos. Über Brücken gelangt man zur neuen Ausstellungsfläche. Auf rund 5000 Quadratmetern sind im MKM mehr als 300 Werke deutscher und europäischer Kunst nach 1945 zu sehen, Highlights der Sammlung Ströher.

Ermöglicht wurde der Museumsanbau durch das Engagement der privaten MKM-Stiftung, die vom Sammlerehepaar Sylvia und Ulrich Ströher gegründet wurde, den Erben des Kosmetikkonzerns Wella. Ihre Kunstsammlung umfasst mehr als 2000 Werke mit dem Schwerpunkt auf Malerei. Aber auch Skulptur und Fotografie spiegeln die Bandbreite der Nachkriegskunst mit wichtigen Vertretern wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz oder Bernd und Hilla Becher. Ergänzend zur Dauerausstellung werden in wechselnden Schauen Sammlungsaspekte oder einzelne Künstler beleuchtet. Ab 18. März 2022 ist eine Retrospektive zu Raimund Girke zu sehen. In diesem Jahr jährt sich der Todestag des Malers zum 20. Mal.

Von Anna Schudts Wahlheimat Düsseldorf ist es nur ein Katzensprung zum Museum Küppersmühle: Sie ist eine der erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen und bekannt vor allem als harsche einsame Kommissarin im Dortmunder Tatort. "Was mich interessiert, sind extreme Charaktere", sagt Anna Schudt. Auch auf der Theaterbühne mimt sie eigenwillige Frauen wie Maria Stuart oder Anna Karenina. Gekrönt wurde ihre bisherige Karriere 2018 mit dem International Emmy Award, den sie für die beste Hauptrolle im Film "Ein Schnupfen hätte auch gereicht" bekam. Darin spielte sie die von einem Schlaganfall gezeichnete Komikerin Gaby Köster. 

 

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Marion Leibrecht
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Mainz, 22. Februar 2021