Das MitMachMusik-Orchester probt für ihr Jahreskonzert © ZDF/Luise Schröder

"WissenHoch2" über die Macht der Musik und Kulturtechniken im Umbruch

Mit einer Wissenschaftsdoku und einer neuen Ausgabe von "scobel"

Musik prägt den Menschen schon im Mutterleib und berührt tief im Inneren. "WissenHoch2" widmet sich am Donnerstag, 8. September 2022, der Macht der Musik. Die Wissenschaftsdokumentation "Die Kraft der Klänge – Musik als Medizin" um 20.15 Uhr erklärt, warum die Kraft der Klänge dem Menschen hilft, länger, gesünder und glücklicher zu leben. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen über "Kulturtechniken im Umbruch" (Erstausstrahlung).

WissenHoch2
ab
Do 08. Sep
20:15 Uhr
Mit einer Erstausstrahlung

Musik wirkt auf allen Ebenen des Gehirns mit direktem Zugang zu Emotionen. Das Geheimnis der Rhythmen und Melodien erforschen deshalb auch Neurowissenschaftler wie Peter Vuust und Stefan Kölsch. Musik helfe dem Körper vielleicht besser als viele Medikamente, schon vorhandene Heilkräfte zu aktivieren, meint Stefan Kölsch von der Universität Bergen in Norwegen. Peter Vuust vom "Music in the Brain"-Institut im dänischen Aarhus hat erforscht, warum man bei Songs einfach nicht mehr stillsitzen kann. Und Musiktherapeutin Friederike Haslbeck in der Klinik für Neonatologie des Universitätsspitals Zürich summt für Frühgeborene, damit diese sich entspannen und so Energie schöpfen, um zu wachsen. Vor allem Regionen im Gehirn, die die Kinder später für Motorik, Sprache und soziales Miteinander brauchen, entwickeln sich dank sanfter Stimulierung durch Musik besser. Die Dokumentation "Die Kraft der Klänge – Musik als Medizin" von Anja Reiß zeigt, wie Musik den Menschen positiv beeinflusst – vom Kleinkind bis ins hohe Alter.

Im Anschluss daran, um 21.00 Uhr, folgt die Sendung "scobel - Kulturtechniken im Umbruch". Einige Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen sind so grundlegend, dass sie von Generation zu Generation immer wieder neu vermittelt werden. Andere hingegen unterliegen Moden und unterscheiden sich stark in ihrer Verbreitung. Welches Wissen und welche Fähigkeiten sind notwendig, um die Anforderungen und gegenwärtigen Krisen zu bewältigen? Wie nützlich und hilfreich sind dabei traditionelle Fähigkeiten – und werden jetzt auch digitale Kompetenzen für Kommunikation und Teilhabe benötigt? Denn die Digitalisierung stellt einen kulturellen Umbruch dar, wie ihn einst der Buchdruck auslöste. Die neuen Technologien ermöglichen auch neue Perspektiven: Warum sollen junge Menschen überhaupt noch lesen, schreiben und rechnen? Können sie diese Aufgaben nicht einfach "Siri" oder "Alexa" übertragen und die freie Zeit für andere Lerninhalte nutzen? Oder brauchen die nächsten Generationen dieses Wissen, damit sie die Kontrolle über die neuen Informationstechnologien nicht vollständig verlieren?  

 

"WissenHoch2" – ein Thema, zwei Formate: Um 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante wissenschaftliche Fragen; um 21.00 Uhr diskutiert Gert Scobel das Thema mit seinen Gästen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen

 

Die Dokumentation finden Sie in der 3satmediathek.

Fotos finden Sie hier

Hauptabteilung Kommunikation
Dokumentation und Reportage

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@zdf.de
Mainz, 11. Juli 2022
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