Sie haben die berühmten"Freitag"-Taschen erfunden: Markus und Daniel Freitag
(c) ZDF und SRF, B&B Endemol Shine

Zweite Staffel der Reihe "Kunst hoch 2" - weitere Folgen bis 12. Dezember

Künstlerporträts im Doppelpack, u.a. mit Patricia Kopatchinskaja und Sol Gabetta, Markus und Daniel Freitag sowie Michael und Andreas Haefliger

"Kunst hoch 2" porträtiert pro Folge zwei bekannte Künstlerinnen und Künstler und lässt sie übereinander reden. Durch die Paarkonstellation von zwei Kulturschaffenden, die sich sehr gut kennen, deckt die Serie hinter jedem auch seine sonst verborgene, private Seite auf. 3sat zeigt die sechsteilige Schweizer Dokumentationsreihe ab Samstag, 31. Oktober 2020, 21.45 Uhr, sowie an den kommenden Samstagen in Erstausstrahlung.

Dokumentationen
Kunst
von
Sa 31. Okt
21:45 Uhr
bis
Sa 12. Dez
21:45 Uhr
Erstausstrahlungen

Samstag, 31. Oktober, 21.45 Uhr

Kunst hoch 2 (1/6)

mit Patricia Kopatchinskaja und Sol Gabetta

Die beiden international renommierten Starmusikerinnen scheinen sehr unterschiedlich zu sein: Während die moldauische Violinistin Patricia Kopatchinskaja für ihre wilde und impulsive Wesensart bekannt ist, will Sol Gabetta ein Konzert mit feinen Nuancen unvergesslich werden lassen. Der Werdegang der Musikerinnen ist nahezu identisch: Beide sind in eine Musikerfamilie hineingeboren und beginnen schon als Kinder zu musizieren, beide hat das Studium in die Schweiz gebracht. Kopatchinskaja und Gabetta gewinnen die gleichen renommierten Preise der klassischen Musik, und beide touren als Solistinnen um die ganze Welt. Auch wenn Musik ihr Leben ist, mindestens genauso wichtig ist es den Stars der klassischen Musik, gemeinsam ein Eis zu essen und dabei über alles Mögliche zu sprechen.

 

Samstag, 7. November, 21.50 Uhr

Kunst hoch 2 (2/6)

mit Markus und Daniel Freitag

Markus und Daniel Freitag sind mit ihren gleichnamigen Taschen im New Yorker Museum of Modern Art und damit im Olymp der internationalen Designerszene angekommen. Wiederverwerten von Materialien und in Kreisläufen denken und handeln, gehört seit Kindertagen zu ihrer DNA. Diese Lebenseinstellung, die Passion fürs Fahrradfahren und ihre damalige Wohnsituation brachte sie 1993 auf die Idee, aus alten LKW-Planen, ausrangierten Fahrradschläuchen und Autosicherheitsgurten eine robuste, wetterbeständige Fahrradtasche zu kreieren. Wenn die zwei etwas planen, zeigt sich ihr brüderliches Zusammenspiel bis heute. 26 Jahre nach der Gründung von "Freitag" möchte Markus gerne noch einmal etwas Neues auszuprobieren, während Daniel sich darauf konzentriert, dem Unternehmen eine neue Form zu geben. Für ihr "Kunst hoch 2"-Portät haben sie sich auf ein Experiment eingelassen.

 

Samstag, 14. November, 22.00 Uhr

Kunst hoch 2 (3/6)

mit Pascale Wiedemann und Daniel Mettler

Pascale Wiedemann und Daniel Mettler sind seit 20 Jahren ein Paar, und arbeiten fast ebenso lange als Künstlerkollektiv zusammen. Nachdem Architekt Daniel Pascale kennenlernte, begann er, ihre Arbeiten zu fotografieren. Pascale liebt das Spiel mit diversen Materialien und setzt dabei Techniken wie Stricken, Sticken und Häkeln ein. In "Lovers Lane" thematisiert das Künstlerpaar seine langjährige Beziehung. Für ihre aktuelle Ausstellung versucht sich Pascale zum ersten Mal als Malerin. Diesen Bildern stellt Daniel raffiniert überlagerte Fotos ihrer gemeinsamen Reisen gegenüber. Hemmungen, über ihr Privatleben zu sprechen, haben die zwei, die seit zehn Jahren eine Paartherapie besuchen, nicht und so planen sie als Höhepunkt der Ausstellung in der Galerie eine öffentliche Therapiesitzung. Doch die Corona-Pandemie macht einen Strich durch die Rechnung.

 

Samstag, 28. November, 21.45 Uhr 

Kunst hoch 2 (4/6)

mit Michael und Andreas Haefliger

Als Söhne des berühmten Schweizer Tenors Ernst Haefliger sind die Wege der beiden fast klar: Mit 16 Jahren gehen die talentierten Jungen nach New York an die Juilliard School of Music. Michael Haefliger spielt Geige, sein ein Jahr jüngerer Bruder Andreas Klavier. Während Andreas beinahe leichtfüßig seiner Berufung folgt und erfolgreicher Pianist wird, stellt sich für Michael der Weg zum Konzertgeiger als steinig heraus. Er hängt die Geige an den Nagel und wird Intendant. Heute ist er als Leiter des "Lucerne Festival" einer der einflussreichsten Männer in der klassischen Musikbranche. Zum ersten Mal wohnen beide Brüder gleichzeitig in der Schweiz - am jeweils anderen Ende des Vierwaldstättersees. Auf den ersten Blick gibt es viele Parallelen im Leben der Haefligers, doch auf den zweiten Blick wird deutlich, wie extrem anders und doch tief verbunden die beiden Brüder sind. 

 

Samstag, 5. Dezember, 22.35 Uhr

Kunst hoch 2 (5/6)

mit Kazuyo Okushiba und Conrad Jon Godly

Ziemlich schnell heirateten die Japanerin und der Bündner, nachdem sie sich bei einer Ausstellung von Godly kennengelernt haben. Kazuyo Okushiba sagt, sie hätte erst in der Schweiz zu sich und zur Kunst gefunden: Sie fotografiert Blumen in japanischen Vasen, die ihr Mann sammelt, vor schwarzem Hintergrund, ohne spätere digitale Nachbearbeitung – mit großem Erfolg. Aktuell fertigt Okushiba Collagen aus Blei, Messing und Holz. Ihr Mann Conrad Jon Godly studiert an der Kunstschule Basel und reist viele Jahre als Modefotograf durch die Welt. Nach 17 Jahren in diesem Job kehrt in die Schweiz zurück, verkauft seine Kamera und beginnt wieder zu malen. Seither hat sich Godly einen Namen als Maler gemacht. Sein Thema: die Berge.

 

Samstag, 12. Dezember, 22.05 Uhr

Kunst hoch 2 (6/6)

mit Grazia Pergoletti und Meret Matter

Seit über 30 Jahren schreiben und inszenieren Grazia Pergoletti und Meret Matter mit dem "Club 111" ihre eigenen Stücke. Zusammen mit einer weiteren Mitstreiterin gegründet, ist er heute eine der ältesten freien Theatergruppen. Während Pergoletti die Tochter einer Kioskverkäuferin und eines italienischen Einwanderers ist, ist Meret Matter ist Tochter einer Politikerin und des Anwalts und bekanntem Schweizer Liedermacher Mani Matter. Die beiden ungleichen Frauen verbindet neben der Arbeit auch eine Freundschaft, die alle Hochs und Tiefs überstanden hat. 2020 realisieren sie ihr Jubiläumsstück: Es spielt in einem U-Boot. Doch Corona überschattet das Jubiläum. Und so zeigt der Film auch, wie Freundschaft über Existenzängste und Krisen hinweghilft.

 

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Dokumentation und Reportage

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@zdf.de
Mainz, 17. September 2020
Sendetermine