Astrid

(Unga Astrid)
Spielfilm, Schweden/Dänemark/Deutschland 2018
So 23. Jan
20:15 Uhr
Regie: Pernille Fischer Christensen
Länge: 115 Minuten
Das berührende Drama "Astrid" beruht auf Tatsachen und erzählt von den jungen Jahren der später weltberühmten schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren.

Astrid Ericsson wächst auf dem Land in einfachen, streng religiösen Verhältnissen auf. Mit 18 Jahren wird sie ungewollt schwanger und muss ihr Zuhause verlassen. Sie bringt einen Sohn zur Welt, den sie zunächst kaum sehen kann. Doch sie kämpft für ihr Kind.

Stockholm: Eine alte Dame sitzt an ihrem Schreibtisch, der mit Briefen überhäuft ist. Briefen von Kindern, die sich bei ihr für die tollen Geschichten bedanken, die sie erzählt. Die alte Dame hat Geburtstag und ist eine der berühmtesten Schriftstellerinnen der Welt: Astrid Lindgren.

Einige Jahrzehnte zuvor, in den 1920er-Jahren: Astrid Lindgren wurde als Astrid Ericsson geboren und wächst auf dem Land, in der südschwedischen Provinz Småland, auf. Ihre Eltern sind Bauern, betreiben Landwirtschaft auf einem von der Kirche gepachteten Stück Land. Die Gemeinde ist streng religiös, regelmäßiger Kirchgang gehört zum Alltag. Doch bereits beim Gottesdienst lässt Astrid die Fantasie schweifen. Bei Sodom und Gomorrha denkt sie unter anderem an Limonade.

Astrid hat mehrere Geschwister. Die Eltern, Samuel und Hanna, lieben ihre vier Kinder, Erziehungsfragen werden aber von der strenggläubigen Mutter dominiert. Doch Samuel erlaubt seiner Tochter Astrid, ein Praktikum bei der lokalen Zeitung zu machen. Chefredakteur Reinhold Blomberg, Vater von mehreren Kindern, dessen Ehe vor der Scheidung steht, verliebt sich schnell in die begabte Praktikantin.

Ein Verhältnis, das nicht ohne Folgen bleibt: Astrid wird schwanger. Blomberg bietet Astrid an, sie nach seiner Scheidung zu heiraten, doch zunächst muss die junge Frau auf Geheiß ihrer Mutter den Heimatort verlassen, um ihr Kind anonym in Kopenhagen zur Welt zu bringen. Dort erfährt Astrid Unterstützung von Marie, die sich liebevoll um uneheliche Kinder kümmert, während deren Mütter – so auch Astrid – versuchen, Geld zu verdienen, um ihren Unterhalt und den des Kindes finanzieren zu können.

Astrid hat eine Stelle als Schreibkraft beim schwedischen Automobilverband erhalten. Ihr Vorgesetzter heißt Sture Lindgren. Als Lasse drei Jahre alt ist, wird Marie schwer krank. Astrid muss ihr Kind, das ihr entfremdet ist und Marie für seine Mutter hält, zu sich nehmen. Als der Junge schwer an Keuchhusten erkrankt, schickt Sture der jungen Mutter auf eigene Rechnung einen Arzt. Lasse wird wieder gesund.

Nach drei Jahren, in denen sie alle Besuche in Småland allein machte, nimmt Astrid ihr Kind mit nach Hause. Die Eltern sollen ihren Enkel endlich kennenlernen. Stolz trägt Mutter Hanna den kleinen Lasse selbst auf dem Arm in die Kirche. Die ganze Gemeinde ist versammelt. Auch Blomberg ist da. Er hat sich, nachdem Astrid seinen Antrag abgelehnt hatte, mit einer neuen Frau getröstet. Astrid ist glücklich, mit Lasse im Kreise ihrer Familie angekommen zu sein.

Astrid Lindgren, geborene Astrid Anna Emilia Ericsson, starb am 28. Januar 2002 im Alter von 94 Jahren in Stockholm. Mit einer Gesamtauflage von circa 165 Millionen Büchern gehört sie zu den bekanntesten und meistgelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren der Welt. Auch in Deutschland sind ihre Geschichten – und deren kongeniale Verfilmungen – überaus populär.

Astrid Lindgrens Sohn Lasse lebte von 1926 bis 1986. Er wurde Teil der Familie, die Astrid mit Sture Lindgren gründete: Am 21. Mai 1934 wurde die gemeinsame Tochter Karin geboren. 1978 erhielt Astrid Lindgren – als eine von vielen internationalen Auszeichnungen - den "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels".

Darsteller:
Astrid Alba August
Marie Trine Dyrholm
Samuel Magnus Krepper
Hanna Maria Bonnevie
Blomberg Henrik Rafaelsen
ZDF
Spielfilm

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