Warum ist die Schweiz so reich?

Film von Roger Brunner und Dave Leins
Mi 03. Mär
20:17 Uhr
Erstausstrahlung
Die Schweiz ist das reichste Land der Welt. Je nach Berechnungsart rangiert sie zumindest unter den Top 10 - sowohl beim Durchschnittseinkommen als auch beim Durchschnittsvermögen.

Weshalb ist ausgerechnet das rohstoffarme Alpenland so wohlhabend wie kaum ein anderes Land dieser Welt? Der Dokumentarfilm geht der Frage analytisch nach und beleuchtet über 500 Jahre Schweizer Wirtschaftsgeschichte.

Fragt man auf den Straßen des nördlichen Nachbarn nach, warum die Schweiz so reich ist, sind die Antworten schnell zur Hand: "Nazigold und Bankgeheimnis haben die Eidgenossen reich gemacht." Nicht ohne Neid nimmt man in Deutschland wahr, dass das Durchschnittseinkommen in der Schweiz um ein Vielfaches höher ist als das in Deutschland. Durchschnittlich verdienen deutsche Angestellte 3535 Euro brutto im Monat, bei den Schweizern sind es 6655 Euro. Ein frappanter Unterschied. Aber es lohnt sich - wie so oft - genauer hinzuschauen.

Der Film spannt einen Bogen vom 15. Jahrhundert und dem Söldnertum über den Beginn des 19. Jahrhunderts, als in der Schweiz Menschen an Hunger starben und Hunderttausende gezwungen waren, auszuwandern, bis in die Jetztzeit, in der auch die Alpenrepublik versucht, mit der Digitalisierung Schritt zu halten. Neben ausgewiesenen Expertinnen und Experten kommen auch ganz "normale" Bürger zu Wort.

Der Dokumentarfilm räumt mit Klischees auf und zeigt, welche Stereotype viel mit der Wahrheit zu tun haben. Es geht um Pillen aus Basel, um Schließfächer aus Zürich und um Textil aus St. Gallen. Briefkästen spielen eine Rolle - und nicht zuletzt das Geheimnis der "Blauen Banane".

SRF/3sat
Dokumentation
Wissenschaft Technik Umwelt: Wirtschafts-, Finanzpolitik

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