Der Preis der Hoffnung: teure Medikamente
gegen seltene Krankheiten

Film von Katharina Deuber
(aus der Reihe "NZZ Format")
So 28. Feb
19:11 Uhr
(Erstsendung: 07.05.2020)
Es gibt etwa 8000 "seltene Krankheiten". Das Problem: Oft gibt es keine Medikamente, oder die speziellen Arzneimittel, die "Orphan Drugs", sind sehr teuer.

Doch individuelle Medikamente sind ein neuer Schritt in der Medizinforschung. Die Entwicklung stellt die Gesellschaft vor ethische Fragen: Wer entscheidet, wer solch kostspielige Behandlungen bekommt? Und wer zahlt? Ein "NZZ Format" über die Suche nach Antworten.

Rund sieben Prozent der Bevölkerung sind von der Problematik betroffen. Das Mädchen Valeria aus Luzern kam beispielsweise mit einem seltenen Gendefekt zur Welt. Die Eltern haben einen Arzt gefunden, der ein Medikament für Valeria entwickeln will. Kostenpunkt: zwei Millionen Franken.

Ein anderes individuelles Arzneimittel ist Kymriah, eines der weltweit teuersten Krebsmedikamente. Es wird für jeden Kranken extra hergestellt. Weil es nicht bei allen wirkt, setzt die Pharmafirma Novartis auf das Prinzip "Pay for Performance" - und erstattet einen Teil des Preises zurück, wenn die Patientin oder der Patient nicht geheilt werden.

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